Lokale Bündnisse für Familie


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Die Idee: Ein Aktionstag – bundesweit für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Der 15. Mai, der Internationale Tag der Familie, ist in jedem Jahr Anlass für die Lokalen Bündnisse für Familie, zum bundesweiten Aktionstag einzuladen. Überall in Deutschland zeigen Lokale Bündnisse an diesem Tag ihr Engagement für familienfreundliche Lebens- und Arbeitsbedingungen und insbesondere für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zum Mitmachen sind alle aufgerufen, die etwas für Familien tun: Lokale Bündnisse für Familie, Unternehmen, Kommunen, Kammern, Arbeitsagenturen und Jobcenter, Vereine, Verbände, Freie Träger und viele mehr.

 
Der Aktionstag 2012: „Familie und Beruf: Wir bauen Zeitbrücken“

In bestimmten Lebensphasen und Lebenslagen sind Familien darauf angewiesen, dass alle Institutionen und Verantwortlichen, die durch Terminvorgaben den Alltag prägen, stärker auf ihre Bedürfnisse eingehen. Zu diesen „Taktgebern“ gehören unter anderem Behörden, Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, Schulen, Kitas und Horte, der Einzelhandel, der öffentliche Personennahverkehr und viele andere. Gemeinsam können sie Zeitkonflikte für Familien reduzieren. Eltern gewinnen mehr Spielraum für Familie und Beruf. Aus diesem Grund dreht sich beim Aktionstag der Lokalen Bündnisse 2012 alles um das Motto „Familie und Beruf: Wir bauen Zeitbrücken“. Gemeinsam mit ihren Partnerinnen und Partnern zeigen die Lokalen Bündnisse vom 5. bis zum 20. Mai 2012 mit kreativen Aktionen, warum es sich lohnt „Zeitbrücken“ für Familien zu bauen und wie das gelingen kann. Öffentliche  Diskussionsrunden zum Thema „Familienzeit“, Wettbewerbe für Unternehmen mit familienorientierten Arbeitszeiten, kreative Öffentlichkeitsarbeit mit Bodenzeitungen zum Thema Zeit – vieles ist möglich.

 
Die Ziele des Aktionstags

Mit dem Aktionstag möchten die Lokalen Bündnisse für Familie:

  • die Bandbreite an alltagsorientierten Lösungen vorstellen, mit denen die Lokalen Bündnisse Eltern mehr Gestaltungsspielraum bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf geben
  • ihre Stärken und Erfolge beim Ausbau von familienorientierten Angeboten für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf präsentieren
  • Angebote vorstellen, die Familien helfen, Zeitengpässe zu reduzieren 
  • die Bündnisarbeit weiter entwickeln und den Aktionstag nutzen, um neue Projekte und Lösungen vor allem für berufstätige Eltern anzustoßen
  • neue Partner, insbesondere Unternehmen und Jobcenter, für die Bündnisidee gewinnen und die Gründung weiterer Lokaler Bündnisse anregen
  • die Aufmerksamkeit für eine nachhaltige Familienpolitik lokal, regional und bundesweit erhöhen
  • deutlich machen, dass die Lösungen in Lokalen Bündnissen für Familie gemeinsam mit vielen Partnerinnen und Partnern entstehen – mit Kommunen, Unternehmen, Verbänden, Kammern, mit Arbeitsagenturen und Jobcentern, Krankenhäusern und Kliniken, Freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe, Sport- und Freizeitvereinen, Bildungseinrichtungen, Mehrgenerationenhäusern, Familienzentren und vielen weiteren engagierten Akteuren.

 
Die Erfolgsgeschichte

Den Auftakt bildete im Mai 2005 der erste Aktionstag unter dem Motto „Gemeinsame Sache: Gute Bildung – von Anfang an“. Prominente aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft warben bundesweit für Familienfreundlichkeit, an vielen Orten wurden Bürgertelefone zum Thema geschaltet.

Beim Aktionstag 2007 zeigten unter dem Motto „Familie und Beruf. Wir arbeiten dran“ mehr als 200 Lokale Bündnisse für Familie eindrucksvoll, wie vielfältig die Vereinbarkeit von Familie und Beruf vorangebracht wird. Zudem gründeten sich anlässlich des Aktionstags allein zwölf neue Lokale Bündnisse – unter ihnen das 400. Bündnis der Initiative in Bad Rodach.

Der Aktionstag 2008 rückte den Ausbau der Kinderbetreuung in den Fokus. Unter dem Motto „Für Kleine Großes leisten!“ beteiligten sich 270 Lokale Bündnisse, Unternehmen und Institutionen aus ganz Deutschland. Eine große Öffentlichkeit wurde so über das breite Spektrum an kreativen Projekten und Ideen zum Ausbau der Betreuungsinfrastruktur für Kinder unter drei Jahren informiert.

„Zeit für Familie“ lautete das Motto des Aktionstags 2009. An 332 Aktionsstandorten setzten die Lokalen Bündnisse für Familie, gemeinsam mit zahlreichen Unternehmen, Kommunen, Verbänden und weiteren Einrichtungen, das Thema Familienfreundlichkeit auf die Agenda – und luden dazu ein, sich „Zeit für Familie“ zu nehmen: mit kreativen Lösungen für eine familienfreundlichere Infrastruktur, mit Diskussionsrunden zu familienfreundlicher Zeitgestaltung oder auch mit Familienfesten und bunten Aktionen.

Der Aktionstag 2010 stand unter dem Motto „Wir gewinnen mit Familie“ und widmete sich dem Thema Standortfaktor Familienfreundlichkeit. Von der Auszeichnung familienfreundlicher Unternehmen über Fachtagungen zum beruflichen Wiedereinstieg bis hin zu Familienmessen oder einer Sonderbeilage zum Thema in einer Lokalzeitung: An mehr als 350 Standorten brachten Lokale Bündnisse mit ihren Partnern das Thema in den Fokus der Öffentlichkeit.

Beim Aktionstag 2011 brachen die Lokalen Bündnisse sämtliche Rekorde. An 412 Standorten veranstalteten sie mit ihren Partnerinnen und Partnern mehr als 900 Aktionen. Auf Fachveranstaltungen, Familienwochen und mit der Unterzeichnung der Vereinbarkeitserklärung setzten sie sich für die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, insbesondere für Familien mit Schulkindern, ein. Im Aktionszeitraum wurde außerdem das 650. Lokale Bündnis gegründet.

© 2010 Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend