Lokale Bündnisse für Familie


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Stendal (LK) 
Lokales Bündnis für Familie


Frau Yvonne Hollmann
Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA)
Stadtseeallee 71
39576 Stendal
 
Tel.:03931/640603
 
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Frau Katrin Schmalenberger-Laukert
BCA Jobcenter
Stadtseeallee 71
39576 Stendal
 
Tel.:03931/640363
 
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Bild zeigt: Bündniskarte


Bild zeigt: Das Stendaler Bündnis veranstaltete anlässlich des Aktionstags 2015 ein Bündnisgespräch und tauschte sich mit Familien aus.  (Quelle: Lokales Bündnis für Familie Landkreis Stendal)

Das Stendaler Bündnis veranstaltete anlässlich des Aktionstags 2015 ein Bündnisgespräch und tauschte sich mit Familien aus.

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Bündnis des Monats - September 2015

Stendal (LK) – Lokales Bündnis für Familie

In kurzer Zeit vielfältige Angebote für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geschaffen

Von einem „Pflegestammtisch“ über den Aktionstag für arbeitssuchende Alleinerziehende bis hin zur Einführung eines flächendeckenden Betreuungsnetzes – seit Mai 2014 existiert das Stendaler Bündnis für Familie und engagiert sich bereits in zahlreichen Projekten für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) eingerichtete Servicestelle Lokale Bündnisse für Familie hat das Lokale Bündnis für Familie im Landkreis Stendal für sein Engagement als „Bündnis des Monats September 2015“ ausgezeichnet.

Flexible und familienfreundliche Arbeitszeiten in Unternehmen sind wichtige Faktoren, um Fachkräfte zu gewinnen und langfristig zu halten. Aus diesem Grund hat das Bündnis für Familie Stendal den „Pflegestammtisch“ ins Leben gerufen. Auf Einladung des Bündnisses kommen mehrmals jährlich rund 50 Unternehmensvertreterinnen und -vertreter aus dem Bereich Pflege zusammen, die im Rahmen der Veranstaltung Informationen und Beratung zu familienfreundlichen Arbeitszeitmodellen erhalten und darüber hinaus die Möglichkeit haben, sich gegenseitig auszutauschen. Durch regelmäßige Kontakte zu lokalen Unternehmerinnen und Unternehmern hatte das Bündnis zuvor ermittelt, dass bei den Pflegeunternehmen im Landkreis ein besonders großer Fachkräftemangel und ein erhöhter Gesprächsbedarf vorliegen. Erfolgreich hervorgegangen aus dem Pflegestammtisch ist das „Netzwerk Gute Pflege Altmark“ – ein Info-Netzwerk, in dem sich Unternehmen aus dem Landkreis hauptsächlich zu organisatorischen Zwecken austauschen können.

Berufliche Perspektiven für Alleinerziehende erschließen

Auch für arbeitssuchende Alleinerziehende setzt sich das im Mai 2014 gegründete Bündnis ein: In Kooperation mit dem Jobcenter Stendal, das ein festes Mitglied im Netzwerk ist, veranstalten die Bündnisakteurinnen und -akteure einmal jährlich einen Aktionstag für ebendiese Zielgruppe. Bündniskoordinatorin Katrin Schmalenberger-Laukert dazu: „Alleinerziehende stellen ein wichtiges Potenzial zur Fachkräftesicherung in der Region dar. Bedingt durch die ländliche Struktur stellen für sie die Themen ‚Mobilität‘ und ‚Flexibilität‘ große Herausforderungen dar. Dieser Problematik stellt sich das Bündnis und bietet durch den Aktionstag eine Vielfalt an Beratungsangeboten unter anderem zu Themen wie ‚Vereinbarkeit von Familie und Beruf‘ und ‚Kinderbetreuung‘ an.“ Darüber hinaus bieten verschiedene Bündnispartner Informationen zu Bewerbung, Stellenangeboten und Existenzgründung an.

Vielfältige Kinderbetreuungsangebote sichtbar machen

Ein weiteres Projekt, das beispielhaft für das Engagement des Bündnisses im Bereich „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ steht, ist die Idee, ein flächendeckendes Betreuungsnetz im Landkreis zu schaffen, in dem zudem mehr Angebote für Randzeitenbetreuungen vorhanden sind. Hierzu hat im März 2015 eine Diskussionsrunde zur Betreuungssituation mit zahlreichen Kinderbetreuungs-einrichtungen im Landkreis Stendal stattgefunden. Auf der Grundlage der Diskussionsergebnisse möchte das Bündnis eine Landkarte erarbeiten, auf die Eltern zurückgreifen können, um eine passende Betreuungseinrichtung für ihre Kinder zu finden – auch in Notfällen. Ziel des Projektes ist darüber hinaus, eine verstärkte und engere Absprache der Kindertageseinrichtungen untereinander zu schaffen, um vor allem kleinere und ländlich-gelegenere Kitas zu erhalten.

„Was soll darüber hinaus zukünftig erreicht werden?“ – Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Bündnisgespräches, das anlässlich des Aktionstages 2015 und des einjährigen Geburtstages des Bündnisses stattfand. Es wurde klar, dass nach wie vor die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Fokus des Bündnishandelns stehen wird und die Projekte des Bündnisses weiter ausgebaut werden sollen. Neben Alleinerziehenden sollen in der Zukunft verstärkt auch Familien mit Migrationshintergrund von den Bemühungen des Lokalen Bündnisses profitieren. Bündniskoordinatorin Schmalenberger-Laukert erläutert: „Gerade die spezifischen Qualifikationen, Erfahrungen und Fremdsprachenkenntnisse sind Potenziale, die den Unternehmen in der Altmark einen Wettbewerbsvorteil bieten können.“

© 2010 Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend