Lokale Bündnisse für Familie


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Bündniskontakt

Ehningen 
Ehninger Bündnis für Familien


Herr Hubert Würth
Amt für Familie, Jugend, Senioren und Soziales – Gemeinde Ehningen
Königstraße 29
71139 Ehningen
 
Tel.:07034/121129
Fax:07034/121106
 
E-Mail schreiben
Internetseite besuchen


Bild zeigt: Bündniskarte


Bild zeigt: Ehninger Bündnis für Familien rollt den roten Teppich für Familien aus. (Foto: Ehninger Bündnis für Familie)

Ehninger Bündnis für Familien rollt den roten Teppich für Familien aus.

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Bündnis des Monats - Mai 2012

Ehningen – Ehninger Bündnis für Familien

Ausgezeichnete Projekte – Ehninger Bündnis für Familien als „Bündnis des Monats Mai 2012“ geehrt

Zeitliche Engpässe lassen sich im Familienalltag kaum vermeiden. Umso wichtiger ist es, dass Eltern, die ihr Familien- und Berufsleben unter einen Hut bringen möchten, dabei intensiv unterstützt werden. Das Ehninger Bündnis für Familien tut dies mit Betreuungszeiten in Kindergärten und im Hort, die zeitlich auf die Bedürfnisse der Eltern abgestimmt sind. Und selbst wenn es auf der Arbeit mal länger dauert, stehen Ehninger Familien nicht alleine da. Ein Anruf beim Notfall-Telefon genügt, um auch bei kurzfristig auftretenden Zeitkonflikten eine zuverlässige Betreuung zu realisieren. Damit schloss das Ehninger Bündnis eine wichtige Betreuungslücke und bietet die erste Notfall-Nummer für Familien im Landkreis Böblingen an. Darüber hinaus schafft das Bündnis mit vielfältigen Angeboten, wie der Ferienbetreuung, dem Online-Familienwegweiser und seinem Babysitterangebot ein familienorientiertes Lebensumfeld. Für sein Engagement wurde das Ehninger Bündnis für Familien von der vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) eingerichteten Servicestelle Lokale Bündnisse für Familie als „Bündnis des Monats Mai 2012“ ausgezeichnet.

„Wenn die Bedarfe von Familien, wie etwa der Wunsch nach flexibleren Kinderbetreuungszeiten, im Mittelpunkt stehen, können konkrete Lösungen geschaffen werden – das zeigt die Arbeit der Lokalen Bündnisse für Familie vielfach“, sagt Elisabeth Goos von der Fachberatung der Initiative „Lokale Bündnisse für Familie“. „Das Ehninger Bündnis für Familien leistet hier vorbildliche Arbeit.“

Mehr als 20 Partnerinnen und Partner engagieren sich im Ehninger Bündnis für Familien. Darunter sind unter anderem Vertreterinnen und Vertreter der Gemeindeverwaltung, der Kirchen, des Kreisjugendamtes und der Volkshochschule. Auch der Familienverein Ehningen e.V., die Arbeiterwohlfahrt, das Haus der Familie Sindelfingen, Böblingen und Umgebung e.V., die Stiftung Jugendhilfe aktiv, der Förderkreis Jugend Ehningen e.V. und das Technikunternehmen IBM sind Bündnismitglieder. Sie setzen im Lokalen Bündnis bedarfsorientierte Projekte für Ehninger Bürgerinnen und Bürger, Eltern und Kinder um.

Konkrete Projekte schaffen Freiräume für Familien

Im letzten Jahr wurden die Eltern von Kindergarten- und Grundschulkindern im Rahmen von Elternabenden nach der Betreuungssituation befragt. Dabei wünschten sich die Eltern mehr Flexibilität und eine Ausweitung der Betreuungszeiten. Die Familien gaben an, früh morgens und am späteren Nachmittag in Zeitkonflikte zu geraten. Die Idee zur Bedarfserhebung und der Anreiz zur Ausweitung der bestehenden Angebote kamen aus dem Ehninger Bündnis für Familien. Das Bündnis erreichte, dass Eltern nun flexibel die Betreuungszeiten für ihr Kind buchen können, die sie benötigen. So können Kinder nun bei Bedarf von 7 bis 17 Uhr im Kindergarten bleiben. Außerdem werden auch Grundschulkinder ab 7 Uhr morgens – also noch vor dem regulären Schulbeginn – zuverlässig betreut. Die Hortzeiten wurden am Nachmittag bis 17.30 Uhr ausgeweitet. Die verlässliche Kinderbetreuung entlastet Familien besonders bei ihrer Alltagsorganisation. Gerade berufstätige Eltern profitieren davon – sie können beruhigt und konzentriert ihrer Arbeit nachgehen, wenn sie das Kind gut aufgehoben wissen.

Auch für unerwartet auftretende Zeitkonflikte hat das Ehninger Bündnis für Familien eine Lösung: Es hat eine Notfall-Hotline für die Zeit zwischen 7 und 22 Uhr eingerichtet. 15 Partnerinnen und Partner des Bündnisses, zu denen Tagesmütter und Gemeinderäte gehören, stehen entweder selbst für die kurzfristige Kinderbetreuung zur Verfügung oder organisieren diese. Wenn Überstunden nötig sind, der Verkehr sich staut oder ein Familienmitglied krank wird, sind die Helferinnen und Helfer zur Stelle. Bereits in knapp 20 Fällen konnten sich Eltern auf das Notfall-Telefon des Ehninger Bündnisses für Familien verlassen.

„Familienzeit“ im Mittelpunkt der Bündnisarbeit

Das Bündnis entlastet seine Familien auch in den Schulferien zeitlich. Denn hier reichen die Urlaubstage berufstätiger Eltern meist nicht aus, um den gesamten Ferienzeitraum abzudecken. Die Gemeindeverwaltung ist Partner des Ehninger Familienbündnisses und stellt jedes Jahr die Angebote für die Sommerferienbetreuung in Ehningen und Umgebung in einer Broschüre zusammen. Das spart den Eltern von Schulkindern viel Zeit bei der Planung des Ferienprogramms – Zeit, die die Familien so nutzen können, wie sie es möchten. Die Akteurinnen und Akteure des Ehninger Bündnisses für Familien realisieren Tagesangebote für Schulkinder, wie etwa den Besuch einer Kamelfarm, Workshops zur T-Shirt-Gestaltung oder einer Schatzsuche. Auch eine einwöchige Ferienfreizeit organisiert das Ehninger Bündnis gemeinsam mit dem Haus der Jugend. In den Sommerferien können Schulkinder von 8 bis 17 Uhr an den Aktivitäten unter einem jährlich wechselnden Motto teilnehmen.

Mit vielen weiteren kreativen Projekten, die das Thema „Familienzeit“ in den Mittelpunkt stellen, unterstützt das Ehninger Bündnis seine Familien. Eines davon ist eine Liste mit Babysittern in Ehningen, die das Bündnis im Internet zur Verfügung stellt. Ebenfalls online abrufen können die Bürgerinnen und Bürgern in Ehningen seit 2011 den Familienwegweiser, der mit wenigen Klicks wichtige Informationen zur Kinderbetreuung, zu Bildungs- und Freizeitangeboten und zu Veranstaltungen bietet. Dieses Angebot ist in Zusammenarbeit mit dem Amt für Familie, Jugend, Senioren und Soziales entstanden. Leiter des Amtes und gleichzeitig Bündniskoordinator des Ehninger Bündnisses für Familien ist Hubert Würth. „Vor allem für berufstätige Eltern ist es wichtig, schnell und unkompliziert auf alle wichtigen Informationen für Familien zugreifen zu können. Daher wollen wir unser Onlineangebot auch in Zukunft weiter ausbauen“, sagt er.

Die Auszeichnung als „Bündnis des Monats Mai 2012“ ist ein wichtiger Ansporn für alle Bündnisakteurinnen und -akteure in Ehningen. „Als Bürgermeister der Gemeinde Ehningen und Schirmherr unseres Ehninger Bündnis für Familien freue ich mich außerordentlich über die Auszeichnung zum ‚Bündnis des Monats Mai 2012‘“, sagt Claus Unger. „Seit der Gründung des Bündnisses im Oktober 2008 wurden viele unterschiedliche familienfreundliche Angebote und Dienstleistungen für Jung und Alt in unserer Gemeinde auf den Weg gebracht. Dies ist ein spürbarer Mehrwert für unsere Familien und zudem ein wichtiger Standortvorteil für Ehningen.“Um auf die vielfältigen Projekte des Bündnisses und das wichtige Thema „Familienzeit“ aufmerksam zu machen, beteiligt sich das Ehninger Bündnis am Aktionstag der Lokalen Bündnisse für Familie unter dem Motto „Familie und Beruf: Wir bauen Zeitbrücken“. Das Bündnis lädt am 15. Mai 2012 in den Theaterkeller ein, wo am Nachmittag ein Familienfilm gezeigt wird. Außerdem möchte das Bündnis mehr über das Zeitbudget der Ehninger Familien erfahren. Bei der Aktion „Stundengläser“ zeigen Eltern und Kinder spielerisch, wie ihr Tag aufgeteilt ist und wie viel Zeit sie miteinander verbringen können. Dazu gibt es stellvertretend für verschiedene Zeiten am Tag farbigen Sand: etwa blauen Sand für die Arbeitszeit, roten für Betreuungszeit, gelben für Freizeit und eine weitere Farbe für die Familienzeit. Kinder und Eltern können dann ihr persönliches Stundenglas zusammenstellen, indem sie die jeweilige Menge des farbigen Sandes in durchsichtige Gläser füllen. So wird sichtbar, wie die einzelnen Mitglieder die Zeitverteilung in ihrer Familie erleben – und das Bündnis erhält wichtige Informationen über die Zeitbedarfe.

© 2010 Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend