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Bensheim: "Pakt für den Ganztag"

Bündnis für Familie Bensheim als "Bündnis des Monats November" ausgezeichnet.

Schlüsselübergabe an der Bewegungskindertagesstätte Hollerbusch des Familienzentrums Bensheim

Schlüsselübergabe an der Bewegungskindertagesstätte Hollerbusch des Familienzentrums Bensheim, Quelle: Thomas J. Zelinger

Die Vernetzung von Familienpolitik, Bildung und Schulen ist das Ziel des 2006 gegründeten Lokalen Bündnisses für Familie Bensheim. Der Austausch zwischen Politik, Schulen, Fördervereinen, Elternbeiräten und weiteren Organisationen, die sich mit dem Thema Familie befassen, wird bei den Bündnisakteurinnen und Bündnisakteuren besonders großgeschrieben. Zu den Unterstützerinnen und Unterstützern des Familienbündnisses zählen Elterninitiativen, Kindertagesstätten, Schulen, Fördervereine und die Lokalpolitik. "Kinderbetreuung in Bensheim wird qualifiziert, bedarfsorientiert und verlässlich in gemeinsamer Verantwortung der Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner koordiniert und realisiert", so Bürgermeister Rolf Richter. 

Eigenbetrieb Kinderbetreuung

Das Bündnis ist als Eigenbetrieb selbst Träger von vier Kindertagesstätten, einem Kinderhort und drei Schulbetreuungen in Bensheim. Der Eigenbetrieb wurde von der Stadt im Jahr 2011 gegründet, koordiniert als Kooperationspartner die Kinderbetreuung in Bensheim und beteiligt sich an der Finanzierung von 37 Einrichtungen. Hier werden in unterschiedlicher Trägerschaft ca. 2.500 Betreuungsplätze für Kinder ab der Geburt bis zum Ende der Grundschulzeit angeboten. Eine große Kindertagesstätte mit sechs Gruppen für Kinder ab dem 1. Lebensjahr befindet sich im Gewerbegebiet von Bensheim, wo auch viele Arbeitgeber der Stadt ihren Sitz haben. "Ein Pluspunkt für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf", sagt Armin Zeißler, Bündniskoordinator und Betriebsleiter des Eigenbetriebs Kinderbetreuung in Bensheim. Die Anmeldung in den Bensheimer Einrichtungen ist seit einigen Jahren online möglich. "Ab 1. November 2020 steht den Eltern eine neue, optimierte Software zur Verfügung, über die sie sich weiterhin zentral anmelden können und die Platzvergabe umgehend durch die Einrichtung erfolgt. Es entfallen somit umfangreiche Vergabekonferenzen und die Eltern erhalten umgehend Zusagen von den bevorzugten Kindertagesstätten", so Armin Zeißler. 

"Pakt für den Nachmittag"

Was ist der "Pakt für den Nachmittag"? Dies ist eine Initiative der Landesregierung, bei der in Hessen Land und Schulträger gemeinsam Verantwortung für ein verlässliches und passgenaues Bildungs- und Betreuungsangebot an Grundschulen an fünf Tagen in der Woche von 7.30 Uhr bis 17.00 Uhr sowie in den Schulferien übernehmen. Das Land und die Schulträger übernehmen die Finanzierung gemeinsam. Die Eltern zahlen auch einen Beitrag. Der "Pakt für den Nachmittag" ist ein freiwilliges Angebot. Unter Einbeziehung vorhandener Initiativen, die bereits in der Vergangenheit an schulischen Ganztagsangeboten beteiligt waren, und einer gemeinsamen Konzeptentwicklung vor Ort werden im "Pakt für den Nachmittag" bedarfsorientierte, ganztägige Betreuungsangebote umgesetzt. Zur Realisierung erarbeiten die Schulen gemeinsam mit den Trägern der Angebote Konzepte. Diese beinhalten u. a. die Bereiche Unterricht und Angebote, Lernkultur, Pausen- und Mittagskonzept, Räume und Ausstattung. Auch die Eltern und Schüler werden einbezogen. Ein Mittagessen gehört auch zum Angebot aller "Pakt-Schulen". "Benötigt werden vor allem geeignete, teilweise multifunktionale Räume an den Schulen, um die Nachmittagsangebote umsetzen zu können. Wir bieten ein 'Rundum-Sorglos-Programm', ohne Wartelisten und Ferienbetreuung bis zu acht Wochen", so Armin Zeißler. 

Verlässliches Bildungs- und Betreuungsangebot an Grundschulen

Armin Zeißler berichtet, dass drei von acht Schulen an dem Programm teilnehmen. Er hofft, dass sich bald weitere Schulen dem "Pakt für den Nachmittag" anschließen. "Der ‚Pakt für den Nachmittag‘ funktioniert durch eine enge Zusammenarbeit der Schulträger mit Trägern der öffentlichen Jugendhilfe oder durch Beauftragung freier Träger der Wohlfahrtspflege. Diese wiederum beteiligen Sportvereine, Musikschulen und lokale Initiativen und ergänzen somit die Bandbreite der Betreuungsangebote". 

Entsprechend vielfältig sind auch die Möglichkeiten für die Kinder von Musik- über Sportangebote wie Instrumentenunterricht, Fußball, Tennis bis hin zur Fahrradwerkstatt. Realisiert wird dabei ein ausgewogener Wechsel zwischen Förderung und Entspannung nach dem Unterricht und in den Ferien. Die Ferienangebote für die Schulkindbetreuungen in Bensheim, die ein integraler Bestandteil des "Pakts" sind, sind vielfältig: "Beispielsweise gibt es Angebote beim DRK, THW und der Feuerwehr, die auch den potenziellen Nachwuchs neugierig werden läßt", so Zeißler.

Damit erreicht Bensheim das Ziel für mehr Bildungsgerechtigkeit und Teilhabe, eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf und eine individuelle Förderung aller Kinder.

Hier die Pressemitteilung zum Bündnis des Monats herunterladen.

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