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Boxenstopp „Väter in der Elternzeit“ in Karlsruhe

Väterfreundliche Maßnahmen in Unternehmen bringen die NEUE Vereinbarkeit voran. In Karlsruhe stand am 25. Juli die Vereinbarkeit für Väter im Fokus.

Bild zeigt: Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung „Boxenstopp – Väter in der Elternzeit“ am 25. Juli 2016 in Karlsruhe.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung „Boxenstopp – Väter in der Elternzeit“ am 25. Juli 2016 in Karlsruhe. Quelle: Servicestelle Lokale Bündnisse für Familie

Es gibt fünf Karrierebausteine bei der Robert Bosch GmbH. Einer davon ist die Familienzeit. Verabschiedet sich ein Vater in zehnmonatige Elternzeit, wie es ein Stabstellenleiter bei Bosch getan hat, muss er also nicht um sein berufliches Fortkommen fürchten. Der Mitarbeiter hat sein Vorhaben rechtzeitig kommuniziert, gemeinsam mit der Personalabteilung nach Möglichkeiten gesucht und den Zeitpunkt genutzt, um sich firmenintern zu verändern. Von seinen Erfahrungen berichtete der junge Vater bei der Veranstaltung mit dem Titel „Boxenstopp – Väter in der Elternzeit“ im IHK Haus der Wirtschaft in Karlsruhe am 25. Juli 2016. Die Gemeinschaftsveranstaltung des Karlsruher Bündnisses für Familie, der IHK, der Handwerkskammer, der Ehe-, Familien- und Partnerschaftsberatungsstelle Karlsruhe e.V. und der Arbeitsagentur Karlsruhe-Rastatt war Teil der Entwicklungspartnerschaft „Vereinbarkeit für Eltern partnerschaftlich gestalten“ im Rahmen der Initiative „Lokale Bündnisse für Familie“.

Familienfreundliche Maßnahmen haben inzwischen in vielen Unternehmen einen hohen Stellenwert – und der Fokus liegt zunehmend auch auf Angeboten für Väter. So auch bei kleinen Betrieben wie der Manfred Geigle GmbH, deren Vertreterin bei der Veranstaltung von den Erfahrungen mit derzeit vier Vätern und einer Mutter in Elternzeit, vom Geschäftsführer bis hin zum Maschinen- und Anlagenführer, berichtete. Die Veranstaltung beleuchtete das Thema „Elternzeit“ sowohl aus Sicht der Beschäftigten als auch der Unternehmen. Zudem stellte Dr. Doris Keim, Unterabteilungsleiterin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vor, welche Möglichkeiten das ElterngeldPlus mit seiner flexiblen Bezugsdauer und dem Partnerschaftsbonus für Mütter und Väter bietet.

Das Bundesfamilienministerium hat die Entwicklungspartnerschaft „Vereinbarkeit für Eltern partnerschaftlich gestalten“ ins Leben gerufen, um Leuchtturmprojekte zu schaffen, die eine NEUE Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglichen und zur Nachahmung anregen. Die NEUE Vereinbarkeit zielt auf die Modernisierung der Arbeitskultur hin zu einer familienbewussten Arbeitswelt für Frauen und Männer in verschiedenen Lebensphasen. Neu ist vor allem das gegenseitige Einverständnis, dass berufliche und familiäre Verantwortung gleichwertig nebeneinander stehen. Und zwar nicht nur für Mütter, sondern auch für Väter, für Beschäftigte mit zu pflegenden Angehörigen, Alleinerziehende oder Menschen, die die Familiengründung noch vor sich haben. Die teilnehmenden Bündnisse setzen Projekte in den Bereichen „Standortfaktor Vereinbarkeit“, „Väterfreundliche Kommune“ und „Beitrag zur Fachkräftesicherung“ um. Die zwölf Projekte wurden im Rahmen eines Ideenwettbewerbs von einer unabhängigen, interdisziplinären Jury unter Leitung des Bundesfamilienministeriums ausgewählt. Alle Gewinnerprojekte erhalten von der Servicestelle der Initiative eine intensive fachliche Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Konzepte.

Einen ausführlichen Veranstaltungsbericht finden Sie hier

Eine Übersicht über alle ausgewählten Projekte der Entwicklungspartnerschaft sowie weitere Informationen erhalten Sie hier.

 

 

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