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Für alle Familien im Landkreis Peine

Im Jahr 2012 hat sich das Lokale Bündnis für Familie im Landkreis Peine mit dem Ziel gegründet, die Familienfreundlichkeit vor Ort zu stärken. Das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) eingerichtete Servicebüro hat das Bündnis für Familie im Landkreis Peine als „Bündnis des Monats August 2019“ ausgezeichnet.

Bündnis des Monats August 2019, Landkreis Peine

Ein ehemaliger Linienbus als mobiler Ort der Begegnung, ausgebaut vom Lokalen Bündnis Peine in Kooperation mit der Peiner Verkehrsgesellschaft mbH.

Ob Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Eltern-Kind-Angebote oder Hilfestellung in Erziehungsfragen – das Lokale Bündnis für Familie im Landkreis Peine setzt sich in zahlreichen Themengebieten dafür ein, das Leben für Familien vor Ort zu verbessern. „So unterschiedlich die Familien und ihre Lebenssituationen sind, so unterschiedlich sind auch unsere Projekte“, sagt die Bündnisverantwortliche Yvonne Blöcker. Ihre Kollegin Madlen Kestner, ebenfalls Bündnisverantwortliche, ergänzt: „Wir achten darauf, dass unsere Angebote ganz verschiedene Zielgruppen ansprechen und kostenfrei sind, damit alle Familien individuell und bedarfsorientiert unterstützt werden können.“ 

Der Schirmherr des Lokalen Bündnisses, Landrat Franz Einhaus, schätzt diese Bandbreite: „Die gelungene Netzwerkarbeit spiegelt sich in den vielfältigen und langjährigen Projekten des Bündnisses wider – sei es im Bereich der Sprachlernangebote für Kinder, bei der Familienunterstützung durch Ehrenamtliche oder wenn es um Eltern-Kind-Sportangebote und den mobilen Gesprächsraum ,Bus der Begegnung‘ geht. Ich gratuliere dem Lokalen Bündnis für Familie im Landkreis Peine zur Auszeichnung ‚Bündnis des Monats‘.“

Familien zur Seite stehen

Das größte Projekt des Lokalen Bündnisses sind die ehrenamtlichen Familienlotsinnen und -lotsen. Sie entlasten Familien auf ganz unterschiedliche Weise in ihrem Alltag: Familien mit Migrationshintergrund begleiten sie zum Beispiel bei Behördengängen, um bei der Verständigung zu helfen und mit ihnen gemeinsam Formulare auszufüllen. Familienlotsinnen und -lotsen bieten aber auch Gespräche über den Familienalltag und Erziehungsfragen an. Die Hilfe zur Selbsthilfe steht dabei im Mittelpunkt. 

Und der Bedarf an solchen Unterstützungsmöglichkeiten wächst. Die Anfragen sind in den letzten ein bis zwei Jahren stark gestiegen. „Das liegt sicher auch häufig daran, dass keine anderen Familienmitglieder in der Nähe wohnen und das Netzwerk aus dem direkten Umfeld einfach fehlt“, sagt Yvonne Blöcker. „Vor allem allein- und getrennt erziehende Elternteile stehen dann schnell vor Herausforderungen. Vielleicht fragen sie deswegen besonders häufig nach Unterstützung durch die Familienlotsinnen und -lotsen", erklärt Madlen Kestner. Die Art der Anfragen liefert den Bündnisverantwortlichen ein gutes Bild der aktuellen Bedarfe der Familien vor Ort, sodass sie ihr Angebot laufend daran anpassen können. Aktuell plant das Bündnis zum Beispiel einen Treff für Alleinerziehende, damit diese die Möglichkeit haben, sich über die Herausforderungen des Alltags auszutauschen.

Raum für Begegnung schaffen

Seit 2015 fährt der Bus der Begegnung durch den Landkreis Peine. Dabei handelt es sich um einen ehemaligen Linienbus, den das Lokale Bündnis in Kooperation mit der Peiner Verkehrsgesellschaft mbH zu einem mobilen Ort der Begegnung ausgebaut hat. Mit einer Sitzbank, Tischen und Regalen ausgestattet lädt er Besucherinnen und Besucher dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen. Ursprünglich stand dabei die Asylarbeit im Fokus. Heute sind die Themen vielfältig: Im vergangenen Jahr informierte das Lokale Bündnis mit seinen Netzwerkpartnern im Rahmen der Kampagne „Heute schon mit Ihrem Kind gesprochen?“ über das Thema Handynutzung. Eine Grundschule aus dem Landkreis leiht sich den Bus einmal im Jahr, um Kinder und ihre Eltern über gesunde Ernährung zu informieren. 

Ein besonderer Zugang zur Sprache 

Ein wichtiges Anliegen für das Lokale Bündnis im Landkreis Peine ist es, Kindern einen spielerischen Zugang zur Sprache zu ermöglichen. In der internationalen Eltern-Kind-Gruppe „Griffbereit“ treffen Eltern und Kleinkinder aus verschiedenen Kulturen aufeinander. Die Eltern werden dort zum einen bestärkt, mit ihren Kindern in ihrer Muttersprache zu kommunizieren. Zum anderen erhalten sie Anregungen, wie sie die deutsche Sprache spielerisch vermitteln können.  

Ältere Kinder im Grundschulalter werden in dem Projekt „Lernen mit allen Sinnen“ über die Musik auf kreative Art an die Sprache herangeführt. „Musik hat viel mit Kommunikation und Integration zu tun“, sagt Yvonne Blöcker. „Gemeinsam zu singen unterstützt nicht nur das Sprachenlernen, sondern fördert auch das Gemeinschaftsgefühl. Die Kinder müssen sich zum Beispiel in der Gruppe absprechen, wann welches Instrument seinen Einsatz hat, damit am Ende eine schöne Melodie entsteht. Über Rhythmen und Tonfolgen erhalten sie so ganz nebenbei einen Zugang in die Welt der Buchstaben und Wörter und erlernen letztlich den Klang der Sprache.“

Hier die Pressemitteilung zum Bündnis des Monats herunterladen.

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