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Ilmenau – Mehr Zeit für die Familie

Lokales Bündnis für Familie der Stadt Ilmenau als "Bündnis des Monats" ausgezeichnet

Logo des Lokalen Bündnisses für Familie der Stadt Ilmenau

Mit dem Ziel, in ihrer Region ein positives Klima für Familien zu schaffen, wurde das Lokale Bündnis für Familie der Stadt Ilmenau am 17. November 2008 gegründet. Schirmherr ist der Oberbürgermeister Dr. Daniel Schultheiß. Das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) eingerichtete Servicebüro hat das Lokale Bündnis für Familie der Stadt Ilmenau als "Bündnis des Monats November" ausgezeichnet.

Die Bündnisarbeit – Vereinbarkeit von Beruf und Familie

"Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist Dreh- und Angelpunkt und eines der wichtigsten Handlungsfelder des Lokalen Bündnisses", so die Bündniskoordinatorin und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Ilmenau, Katrin Hoh. "Und dies gelingt nur durch das gemeinsame Engagement aus allen gesellschaftlichen Bereichen wie Kommune, Wirtschaft, freie Träger, Vereine und Kirchen", ergänzt Katrin Hoh. Der Schirmherr, Oberbürgermeister Dr. Daniel Schultheiß, selbst Familienvater, schätzt die Arbeit für die Familien vor Ort sehr: "Ich gratuliere dem Bündnis für Familie der Stadt Ilmenau zur Auszeichnung 'Bündnis des Monats'. Das unterstreicht, dass dort sehr gute und wichtige Arbeit geleistet wird", sagt Dr. Schultheiß.

Projektgruppe Lokales Bündnis Ilmenau

Zu den Aktiven des Lokalen Bündnisses für Familie der Stadt Ilmenau gehören unter anderem die Stadtverwaltung Ilmenau, das Mehrgenerationenhaus, das Frauen- und Familienzentrum, das Landratsamt Ilmenau, die Ilmenauer Wohnungs- und Gebäudegesellschaft mbH (IWG), die Wohnungsbaugenossenschaft Ilmenau e.G.(WBG), das Jobcenter des Ilm-Kreises und der Verein für Sport und erlebnisorientierte integrative Sozialarbeit e.V.(VSS). Darüber hinaus pflegt das Bündnis viele Kooperationsprojekte, wie beispielsweise mit dem Netzwerk "QuIZ- Quartiersinitiative Zukunft Ilmenau", der AWO Thüringen sowie der Thüringer Initiative für Integration, Nachhaltigkeit, Kooperation und Aktivierung (Th.INKA).

Die Bündnisakteurinnen und Bündnisakteure treffen sich mehrmals im Jahr. "Diese Treffen sind nicht zum Kaffeetrinken, sondern bedeuten aktives Arbeiten", berichtet die Bündniskoordinatorin Katrin Hoh. Ein Highlight ist der jährlich im Monat Mai stattfindende "Aktionstag" am Internationalen Tag der Familie, kommendes Jahr zum Thema "30 Jahre Kinderrechte", bei dem sich die Kommune mit zahlreichen Projekten beteiligen wird. Über die Bündnistreffen hinaus gibt es die regelmäßig stattfindenden Regionaltreffen in Thüringen, bei dem Ilmenau diesen Oktober Gastgeber war.

Voneinander lernen

"Warum das Rad neu erfinden?", sagt Katrin Hoh. Die überregionalen Treffen dienen vor allem dazu, voneinander zu lernen und Erfahrungen auszutauschen. In den Lokalen Bündnissen sind Fachleute zum Thema Familie in verschiedensten Handlungsfeldern aktiv. Hierzu zählen Kinderbetreuungsangebote, medizinische Versorgung, Freizeitangebote für die gesamte Familie sowie Beratungs- und Hilfsangebote. Voneinander lernen bedeutet, von anderen Bündnissen lernen, vom Servicebüro des Bundesministeriums, von Unternehmen, von Kommunen, Familien und Generationen. 

Alles aus einer Hand – Kurze Wege für Familien

Aufgabe und Ziel der Bündnisarbeit ist es, bereits bestehende familienfreundliche Strukturen und Aktivitäten in der Kommune zusammenzuführen, sie bekannter zu machen, zu vernetzen und auszubauen. Katrin Hoh kann vielleicht nicht jedes von den Familien an sie herangetragenes Problem alleine lösen, aber sie kann die entsprechenden Expertinnen und Experten der Aktiven im Lokalen Bündnis mobilisieren und gemeinsam Lösungswege finden. Wird zum Beispiel akut eine Wohnung benötigt, so nimmt Katrin Hoh sofort den Kontakt mit den Wohnungsgesellschaften auf.

Katrin Hoh ist Koordinatorin des Bündnisses und hauptberuflich Gleichstellungsbeauftragte der Stadtverwaltung Ilmenau. Sie hat den direkten Kontakt zu den Familien, die sie berät, informiert und vermittelt: "Wir sind für die Bürger da und nicht die Bürger für uns." Die Stadtverwaltung Ilmenau bietet zweimal wöchentlich lange Sprechstunden an, um eine bessere Erreichbarkeit für Berufstätige und Familien zu ermöglichen. Darüber hinaus werden für die gesamte Verwaltung neue digitale Lösungen, wie Online-Zugänge, auf den Weg gebracht, die auch den Familien große Vereinfachungen bzw. Zeitersparnisse bringen werden.

Zusammen mit einem Begrüßungsgeld für Neugeborene von 100 Euro überreicht sie als Gleichstellungsbeauftragte den Eltern ein umfassendes Informationspaket: So hat sie den Erstkontakt zu den Eltern und kann diese informieren, beraten und hierbei auch auf das Netzwerk des Lokalen Bündnisses zurückgreifen. Das Begrüßungspaket beinhaltet Materialen wie beispielsweise den "Wegweiser des Ilm-Kreises für Eltern und die, die es werden wollen" und eine Übersicht zu sämtlichen Kindereinrichtungen der Stadt Ilmenau und zu wichtigen Fragen werdender bzw. junger Eltern.

Das Büro der Gleichstellungsbeauftragten Katrin Hoh liegt direkt neben dem Büro der Kindertagesstätten der Stadt Ilmenau. Hier haben Eltern die Möglichkeit, ihr Kind direkt nach der Geburt anzumelden. Dies ermöglicht es, Hand in Hand zu arbeiten. Die gute Zusammenarbeit und die kurzen Wege in der Verwaltung sowie zwischen den Bündnispartnerinnen und Bündnispartnern ersparen den Familien viel Zeit.

Neue Herausforderung – es bleibt auch in Zukunft spannend

Und es bleibt spannend für das Lokale Bündnis: Zum 1. Juli 2018 und zum 1. Januar 2019 gab es jeweils eine Gebietsreform. Im Zuge dieser wurden Ilmenau insgesamt elf neue Ortsteile und damit 10.000 neue Einwohner zugeordnet. Nun gilt es, auch den neu hinzugekommenen Familien die gleichen Angebote zur Verfügung zu stellen und man vertraut hierbei nicht zuletzt auf das Netzwerk des Lokalen Bündnisses. "Dies ist eine große Herausforderung", so Katrin Hoh. Sie bleibt jedoch zuversichtlich: "Das Wichtigste ist zunächst zu schauen, welchen Unterstützungsbedarf die hinzugekommenen Familien aus den ländlicheren geprägten Ortsteilen benötigen."

Hier die Pressemitteilung zum Bündnis des Monats herunterladen.

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