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Tübingen – Familien stärken – besonders jetzt!

Tübinger Familienbündnis als "Bündnis des Monats Mai" ausgezeichnet.

Akteurinnen des Bündnisses für Familie Tübingen, Quelle: Bündnis für Familie Tübingen

Umsetzung von aktuellen Projekten für Familien

Das 2006 gegründete Lokale Bündnis für Familie Tübingen verfügt über ein großartiges Netzwerk von Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Initiativen und Einrichtungen. Mit dabei Vertreterinnen aus Stadtverwaltung und Gemeinderat, Kirche und Wirtschaft. "Das Bündnis ist ein offenes Forum für alle Themen, die Familien betreffen. Unser Netzwerk und die verlässlichen Strukturen sind wirklich eine große Stärke des Bündnisses", so Dr. Daniela Harsch, Bürgermeisterin für Soziales, Ordnung und Kultur der Stadt Tübingen. Projekte werden sehr schnell auf den Weg gebracht. Für neue Vorhaben können über das Netzwerk leicht Partnerinnen und Partner gefunden werden, die ihr Wissen, Räumlichkeiten oder einfach ihre tatkräftige Unterstützung einbringen möchten, wie z. B. bei den Offenen Familientreffs, die es bereits seit vielen Jahren gibt. Durch den großen Verteiler des Netzwerks wird regelmäßig über neue Projekte informiert und so breit gestreut. Das Bündnis hat zwei sehr engagierte Sprecherinnen, die Themen zusammen mit der Bündniskoordinatorin und Familienbeauftragten Carolin Löffler vorbereiten und manches auch selbst zur Umsetzung bringen.

Gemeinsam stark – auch und gerade jetzt

Das Lokale Bündnis für Familie Tübingen sammelt derzeit hilfreiche Informationen für Familien auf der Website. Hier finden sich auf einen Blick Links zu allen derzeit relevanten Themen: Wie wichtigen Kontaktstellen, Kinderbetreuung, Alltag mit Kindern, Lernen von zu Hause und finanziellen Hilfen. Hier finden Sie auch alle näheren Informationen zum Notfall-Kinderzuschlag (KiZ) des Bundesfamilienministeriums. Informationen für Familien werden auch über regelmäßige Newsletter an benachteiligte Familien und an Bündnispartnerinnen und -partner verbreitet. Über diese verschiedenen Wege konnte schnell zu Initiativen informiert werden, die sich im Zusammenhang mit Corona gebildet hatten – wie z. B. die "Initiative Grundversorgung" als Ersatz der Tübinger Tafel e.V. oder das Corona-Telefon. "Die mit dem Bündnis entwickelte Kultur, dass alle zusammen lösungsorientiert, unkompliziert und einander wohlgesonnen neue Wege suchen, genau das erweist sich jetzt in der Krise als sehr hilfreich", so Ingrid Löbner, Bündnis-Sprecherin.

Das Corona-Telefon der Stadt Tübingen

Mit der Einführung der Kontaktsperre infolge der Corona-Pandemie hat die Stadt Tübingen umgehend das Corona-Telefon eingerichtet, so Carolin Löffler. Das Corona-Telefon ist eine zentrale Stelle, bei der Informationen zusammenlaufen. Es bündelt Hilfsangebote, angefangen von der Einkaufshilfe über Hilfe bei Einsamkeit bis hin zu praktischer Unterstützung. 

Ein Platz in der Sonne für Familien – auch ohne eigenen Garten 

Sie haben einen Garten mit Wiese oder Spielgeräten? Oder aber Sie sind eine Familie ohne Garten oder gemeinschaftlichen Spielgeräten im Innenhof? Über die aktuelle Corona-Website versucht das Bündnis, Familien zu unterstützen und zu vernetzen, um eine Lösung für die derzeitige Spielplatzsperre anzubieten. Das Familienzentrum elkiko und das Bündnis für Familie haben gemeinsam diese Aktion ins Leben gerufen. Anliegen ist es, Kindern ohne eigenen Garten in der jetzigen Zeit eine Möglichkeit zu bieten, zu schaukeln, zu rutschen, zu klettern, in einem Sandkasten zu spielen oder auf einem Trampolin zu springen. Natürlich werden auch bei dieser Aktion alle derzeit notwendigen Hygieneschutz-Regeln beachtet: Wer seinen Garten für eine gewisse Zeit anderen überlässt, sollte ihn in dieser Zeit nicht nutzen. Mitorganisatorin und Bündnis-Sprecherin Christiane Zenner-Siegmann meint: "Anderen Familien zeitwiese Spielmöglichkeiten anzubieten, ist ein toller Akt der Solidarität unter Familien! Von vielen Familien mit Kleinkindern wissen wir: Momentan ist es ein echtes Highlight, den Kindern einen Ausflug zu einer Rutsche oder Schaukel vorschlagen zu können."

Ein Herzensthema: Die Bekämpfung der Kinderarmut 

Alles begann 2014 mit der Tübinger Studie "Gute Chancen für alle Kinder. Mit Familien aktiv gegen Kinderarmut", berichtet Carolin Löffler. An der Familienbefragung beteiligten sich über 400 Menschen, darunter ehrenamtlich und beruflich Engagierte, Mitglieder des Gemeinderates und 200 Familien. "Alle geplanten Maßnahmen, die daraus resultiert sind, konnten umgesetzt werden", so Carolin Löffler stolz. Zahlreiche Projekte sind dank dieser Studie entstanden, unter anderem:

"Runder Tisch Kinderarmut"

Als ein Ergebnis gründeten die Stadt, die Liga der freien Wohlfahrtspflege und das Bündnis für Familie den "Runden Tisch Kinderarmut" mit rund 50 engagierten Aktiven. Der "Runde Tisch Kinderarmut" setzt sich für die Teilhabe aller Kinder und Jugendlichen am sozialen und kulturellen Leben der Stadt ein. "Es geht um gute Chancen für alle Kinder und die Stärkung der Familien", so Elisabeth Stauber, Leitung Fachbereich Soziales der Stadtverwaltung.         

"Die KreisBonusCard Junior"

Wer im Landkreis Tübingen lebt und ein geringes Einkommen hat, kann beim Landratsamt die KreisBonusCard beantragen. Diese umfasst ca. 80 kostenfreie oder stark ermäßigte Angebote. 

Ergänzend zur regulären KreisBonusCard können Familien im Landkreis Tübingen, deren Einkommen knapp über der Grenze für den Bezug von Sozialleistungen liegt, die KreisBonusCard extra erhalten. Carolin Löffler: "Die KreisBonusCard extra kann praktisch als eine Art Vorläufer des jetzigen Kinderzuschlages (KiZ) verstanden werden". 

"Netzwerk Tübinger AnsprechPersonen (TAPs)"

In diesem Netzwerk sind mehr als 140 Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Kinderarmut engagiert. Sie sind in Kindertageseinrichtungen, Schulen, Vereinen und Stadtteiltreffs für Familien ansprechbar, geben Infos und helfen weiter. 

Hier die Pressemitteilung zum Bündnis des Monats herunterladen.

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