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Elternbegleitung – Unterstützung vor Ort

"Manchmal reicht es schon, einfach zuzuhören." Elternbegleitung stärkt die Bildungsentwicklung und Chancengleichheit aller Kinder.

Logo des ESF-Bundesprogramms „Elternchance II – Familien früh für Bildung gewinnen“

Logo des ESF-Bundesprogramms "Elternchance II – Familien früh für Bildung gewinnen", Quelle: BMFSFJ

"Elternbegleitung bedeutet für mich, Ansprechpartnerin zu sein. Ich biete den Familien einen Raum, um Themen anzusprechen – in einem vertrauensvollen und geschützten Rahmen. Ich habe den Kontakt zu ihnen und greife ihre Sorgen und Fragen auf", sagt Franziska Hoffmann-Fischer. Sie arbeitet als Koordinatorin des Familienzentrums Kastanienallee und als Elternbegleiterin in Berlin. Die entsprechende Qualifizierung hat sie im Rahmen des ESF-Bundesprogramms "Elternchance II – Familien früh für Bildung gewinnen" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erworben.

Insgesamt wurden deutschlandweit bereits mehr als 12.750 Fachkräfte aus Einrichtungen der Familienbildung zur Elternbegleiterin oder zum Elternbegleiter ausgebildet. Ob in der Familienbildungsstätte, in der Kita, im Jugendamt oder im Eltern-Kind-Zentrum: Vor Ort stehen Elternbegleiterinnen und -begleiter den Eltern als kompetente Vertrauenspersonen mit Rat und praktischer Anleitung zur Seite. Sie vermitteln Wissen über kindliche Entwicklungs- und Bildungsschritte und individuelle Bedingungen im Lernumfeld des Kindes. Sie wirken als Bindeglied zwischen Familien und Bildungsinstitutionen und beraten zu Bildungsverläufen und -chancen. Sie haben einen direkten Zugang zu den Eltern und kennen die Bedarfe von Familien. Franziska Hoffmann-Fischer hat zum Beispiel ein interkulturelles Familiencafé ins Leben gerufen, bei dem die Kinder in einem anregenden Umfeld spielen können. Für die Eltern handelt es sich um eine niedrigschwellige Möglichkeit, mit anderen Familien und der Elternbegleiterin ins Gespräch zu kommen. Auch in der Corona-Krise haben Elternbegleiterinnen und -begleiter wichtige Unterstützungsarbeit geleistet und dafür neue Wege gefunden – von einer Telefonsprechstunde bis zur Erstellung eines digitalen, internationalen Kochbuchs, für das Familien Rezepte einreichen konnten.

Um den Familien die passende, individuelle Unterstützung anbieten zu können, spielt die Vernetzung mit anderen Institutionen in der Kommune eine entscheidende Rolle: "Manchmal reicht es schon, einfach zuzuhören. Manchmal brauchen die Familien noch weitere Informationen und Angebote. Mein Ziel ist es, gleiche Chancen zu schaffen. Und von Chancengleichheit kann man nur sprechen, wenn Information stattfindet. Die Familien schätzen, dass ich unkompliziert weiterhelfe – entweder im eigenen Haus oder im Netzwerk", erzählt Franziska Hoffmann-Fischer.

Ob Elternbegleiterinnen und -begleiter auch in Ihrer Nähe tätig sind, können Sie der Standortkarte entnehmen. Treten Sie miteinander in Kontakt, um gemeinsam die Situation für Familien bei Ihnen vor Ort zu verbessern. Weitere Informationen zum Programm finden Sie auf der Website www.elternchance.de.

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