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Familien stärken – Die Chemie stimmt!

Lokales Bündnis für Familie Anhalt-Bitterfeld als "Bündnis des Monats Februar" ausgezeichnet.

Akteurinnen und Akteure des Lokalen Bündnisses für Familie Anhalt-Bitterfeld, Quelle: Lokales Bündnis für Familie Anhalt-Bitterfeld

Akteurinnen und Akteure des Lokalen Bündnisses für Familie Anhalt-Bitterfeld, Quelle: Lokales Bündnis für Familie Anhalt-Bitterfeld

Ein Blick über den „Tellerrand“

Das Bündnis Anhalt-Bitterfeld wagt einen „Blick über den Tellerrand“, und zwar nach Europa. "Wir möchten Familienfreundlichkeit als Leitbild für die Region entwickeln", so Bianca Laukat, Bündniskoordinatorin und Europabeauftragte im Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Im Rahmen des zweijährigen EU-Projekts FAMILIES arbeitet das Bündnis gemeinsam mit fünf weiteren europäischen Partnern an Lösungsansätzen, um die gleichberechtigte Teilhabe, Selbstbestimmung und Gleichberechtigung der Menschen im Landkreis im beruflichen und sozialen Leben zu fördern. Ganz im Sinne des aktuellen Schwerpunktthemas der Bundesinitiative "Lokale Bündnisse für Familie": Unterstützung der (partnerschaftlichen) Aufgabenteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit. 

Am Ende des EU-Projekts soll ein für alle übertragbarer Katalog entstehen, mit dessen Hilfe die neuen Lösungsansätze und Strategien in der Praxis zusammen mit Unternehmen in der Region erprobt werden. Das Allerwichtigste aber: Auch die kommunalen Entscheidungsträger sollen über Workshops "befähigt" werden, das Thema (partnerschaftliche) Vereinbarkeit von Familie und Beruf aufzunehmen. Auf diese Weise soll es gelingen, flexiblere politische Maßnahmen und lokale Lösungen zu finden. "Nicht zuletzt, um Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bzw. Familien in der Region zu halten und gegen die Abwanderung junger Familien zu wirken", so Bianca Laukat. 

Drei Wettbewerbe für (partnerschaftliche) Vereinbarkeit 

Das Lokale Bündnis für Familie führt jährlich einen Wettbewerb durch. Rotierend finden die Wettbewerbe familienfreundliche Unternehmen, familienfreundliche Betreuungseinrichtungen und der Wettbewerb familienfreundliche Kommune statt. Die Zielgruppen sind Unternehmen, Betreuungseinrichtungen, d. h. Kitas, Horte, Tagesmütter und -väter, Einrichtungen für betreuungsbedürftige Angehörige oder alternative Hilfsangebote (familienunterstützende Dienste), und Kommunen. In die Auslobung der Wettbewerbe sind alle Bündnismitglieder – einschließlich Landrat – eingebunden. Mit den Wettbewerben werden drei Ziele verfolgt: Unternehmen und Politik bekennen sich öffentlich zu Familienfreundlichkeit, dem Fachkräftemangel wird entgegengewirkt und es wird eine Willkommenskultur für Familien unterstützt. Die Preise sind neben den Auszeichnungen Workshops des Bündnisses, die weiterführend zum Thema Vereinbarkeit schulen.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf im ländlichen Raum

Oberstes Ziel ist ein familienfreundlicher Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Das Bündnis wirkt als aktiver Partner an der Rahmensetzung des familienfreundlichen Landkreises mit. "Wir wollen mit Familienfreundlichkeit für einen attraktiven Wirtschaftsstandort werben", so der Schirmherr Landrat Uwe Schulze. "Zur Erreichung dieses Ziels ist ein Brückenschlag zwischen Politik, Verwaltung und Wirtschaft sowie Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern unerlässlich", betont Bianca Laukat. Nur so gelinge es, flexible politische Maßnahmen und lokale Lösungen zu finden sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und damit die Familien in der Region zu halten. "Gemeinsam erfolgreich für mehr Familienfreundlichkeit im Landkreis Anhalt-Bitterfeld", sagt Anja Sachenbacher, Leiterin der AG Vereinbarkeit von Familie und Beruf bis 2019 – nunmehr Mitarbeiterin der Metropolregion Mitteldeutschland, in der das Bündnis auch aktiv ist. 

Das Bündnis liegt in einem Flächenlandkreis, in dem drei Landkreise zusammengefasst wurden. "Um diesen Rahmenbedingungen gerecht zu werden", sagt Bianca Laukat, "darf die Netzwerkarbeit des Bündnisses nicht an der kommunalen Grenze enden, sondern muss in die Fläche gehen". Überregionale Partner wurden von Beginn an in die Arbeit eingebunden bzw. haben sich in bereits bestehende Netzwerke integriert. Die Vertreterinnen der Stadtentwicklungsgesellschaft Bitterfeld-Wolfen mbH (STEG mbH) und des Landkreises Anhalt-Bitterfeld, Melanie Kerz und Bianca Laukat, repräsentieren als Bündniskoordinatorinnen das Bündnis als Ganzes nach außen. Ein Tipp für andere Bündnisse: "Im Zweifelsfall lieber mit wenigen, dafür aktiven Partnerinnen und Partnern zusammenarbeiten", so Bianca Laukat. Das Bündnis wird von verschiedenen Mitgliedern unterstützt, u. a. der Agentur für Arbeit, dem IHK Bildungszentrum, der IHK Halle-Dessau, der Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Bitterfeld-Wolfen mbH, dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld

Hier die Pressemitteilung zum Bündnis des Monats herunterladen.

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