Bündnis des Monats

Familienbewusstsein in Unternehmen stärken und familienfreundliche Angebote bündeln

Hammer Bündnis für Familie als „Bündnis des Monats“ ausgezeichnet.

Bereits seit 2005 setzt sich das Hammer Bündnis für Familie für die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein. Es hat in enger Zusammenarbeit mit seinen Partnern eine Vielzahl an Unternehmen zum Thema Familienfreundlichkeit geschult, stößt kontinuierlich Kooperationsprojekte vor Ort an und bündelt Informationen zu familienfreundlichen Angeboten. Die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) eingerichtete Servicestelle Lokale Bündnisse für Familie hat das Familienbüro Hamm für sein Engagement als „Bündnis des Monats März 2015“ ausgezeichnet.

Bild zeigt: Eine Gruppe von Zertifikatsempfängern die für ein Foto posieren.

Mit seinen Partnern macht sich das Familienbüro Hamm dafür stark, dass Familien vor Ort gut leben können. Besonderes Anliegen des Lokalen Bündnisses ist es, am Aufbau familienfreundlicher Strukturen in der Stadt mitzuarbeiten und bereits bestehende Angebote zu vernetzen und zu fördern. So konnte in enger Kooperation mit der Wirtschaftsförderung das Projekt „FAMILIENbewusste Unternehmen in Hamm“ umgesetzt werden. Die teilnehmenden Unternehmen setzen sich gezielt für mehr Familienfreundlichkeit ein. In Workshops wurden Aspekte einer familienbewussten Personalpolitik vorgestellt und diskutiert. Zusätzlich wurden konkrete Veränderungsmöglichkeiten aufgezeigt, Stärken-Schwächen-Analysen erstellt und daraus passende Maßnahmen abgeleitet. Alle evaluierten Unternehmen erhielten eine Urkunde und dürfen sich „FAMILIENbewusstes Unternehmen in Hamm“ nennen.

Ein weiteres Beispiel für eine erfolgreiche Kooperation stellt das Modellprojekt „Krankenhaus – Familie“ dar. Dieses zur Gestaltung familienfreundlicher Bedingungen für die Beschäftigten in Krankenhäusern ins Leben gerufene Projekt, wurde von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen mit dem zweiten Platz im Wettbewerb „familie@unternehmen.NRW“ ausgezeichnet. Ziel des Projekts war es, die Organisation des Alltags zwischen Beruf, Kinderbetreuung und Pflege zu erleichtern und kritische Situationen zu vermeiden helfen. So wurden beispielsweise eine Großtagespflege und ein Angebot zu haushaltsnahen Dienstleistungen initiiert.

Umfassendes Beratungs- und Informationsangebot

Das Familienbüro arbeitet eng mit verschiedenen Partnern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammen. Gemeinsam haben sie bereits viel bewegt. „In den letzten 10 Jahren haben wir in Hamm intensiv an einem attraktiven Lebensumfeld für Familien gearbeitet und dabei die Frage der Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit kreativen Lösungen unterstützt“, sagt Theodor Hesse, Fachbereichsleiter Jugend, Gesundheit und Soziales der Stadt Hamm. „Mit unseren lokalen Partnern ist es uns auch weiter ein großes Anliegen für mehr Bürgernähe und guten Service für Familien zu sorgen und das Thema Familienfreundlichkeit im öffentlichen Bewusstsein zu halten.“

Das Lokale Bündnis für Familie arbeitet als eine zentrale Anlaufstelle, die zu allen Fragen der Familienfreundlichkeit und zu familienbezogenen Leistungen Unterstützung anbietet. So gibt das Familienbüro seit drei Jahren eine beliebte Broschüre zu verlässlichen Ferienangeboten in den Oster-, Sommer- und Herbstferien heraus. Quartalsweise erscheint der „Hammer Familien-Infobrief“, ein Online-Newsletter, der für Familien interessante Themen aufgreift. Zudem erscheint regelmäßig eine Vielzahl von Publikationen zu bestehenden Angeboten in der Stadt.

Zusätzliche Schwerpunkte für die zukünftige Arbeit

Bündniskoordinatorin Karin Bremsteller freut sich: „Dass die Themen ‚Familie‘ und ‚Familienfreundlichkeit‘ inzwischen in fast allen städtischen Ämtern und Einrichtungen mitgedacht werden, ist das Ergebnis einer kontinuierlichen kommunalen Familienpolitik in Hamm.“ Pünktlich zum zehnjährigen Bestehen des Lokalen Bündnisses widmet sich das Familienbüro zusätzlichen Schwerpunktthemen für die weitere Arbeit. Eines davon ist die Verstärkung der „Frühen Hilfen“, also der Unterstützung für Schwangere, Neu-Eltern und Kleinkinder. Weiterhin möchte das Familienbüro gesondert Informationen für Alleinerziehende bündeln und hier noch stärker als Anlaufstelle fungieren, sowie Projekte zur Notfallbetreuung initiieren.

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