Bündnis des MonatsAktuelles

Familienfreundliche Region Werra-Meißner-Kreis

Als erster Landkreis im Regierungsbezirk Kassel gründete sich 2006 ein Lokales Bündnis für Familie und setzt damit seit über zehn Jahren ein Zeichen für mehr Familienfreundlichkeit in der Region. Unter dem Motto „Familie stark machen! Wir im Werra-Meißner-Kreis“ kamen zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft zusammen, um sich künftig für die Belange der Familien im hessischen Werra-Meißner-Kreis einzusetzen. Die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) eingerichtete Servicestelle Lokale Bündnisse für Familie hat das Lokale Bündnis für Familie im Werra-Meißner-Kreis als „Bündnis des Monats Januar 2017“ ausgezeichnet.

Bild zeigt: Ausschnitt Titel Jubiläumsbroschüre

Das Bild zeigt einen Ausschnitt vom Titel der Jubiläumsbroschüre des Bündnisses Quelle: Bündnis für Familie im Werra-Meißner-Kreis

„Vor exakt zehn Jahren haben wir eine Urkunde unterschrieben und unser Bekenntnis zur Familienpolitik gegeben“, sagte Landrat Stefan Reuß bei der offiziellen Jubiläumsfeier am 6. Dezember in der Eschweger Stadthalle. „Die Familienpolitik hat sich seitdem verändert – wir haben eine Menge erreicht“, so Reuß weiter. Zur Festveranstaltung anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des Lokalen Bündnisses für Familie Werra-Meißner-Kreis kamen mehr als zweihunderthundert Bündnisakteurinnen und -akteure und Gäste in der Stadthalle Eschwege zusammen, um zu feiern und daran weiterzuarbeiten, wie der Landkreis noch familienfreundlicher werden kann. Mit hochkarätigen Gästen warf das Bündnis einen Blick in die Zukunft der Familienpolitik im Landkreis und stellte die Weichen für die zukünftige Bündnisarbeit. Auch das Bundesfamilienministerium war vertreten, um das Engagement des Lokalen Bündnisses zu würdigen. „Sie haben es geschafft, nachhaltig zu arbeiten. Sie haben Netzwerke geschaffen und dafür gesorgt, dass der Werra-Meißner-Kreis zu einer familienfreundlichen Region wird“, merkte Petra Mackroth, Leiterin der Abteilung Familie im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, anerkennend an.

Betreuung von Schulkindern

Fünf Arbeitsgruppen mit den Themen „Frühe Hilfen“, „Betreuung von Grundschulkindern“, „Von der Kita zum Familienhaus“, „Netzwerk Familie und Beruf“ und „Generationenübergreifende Arbeit“ mit vielen Akteurinnen und Akteuren aus verschiedensten Institutionen wie Facharztpraxen, Schulen, Kitas und Bürgerstiftungen engagieren sich seit über zehn Jahren in dem Lokalen Bündnis für Familien im Landkreis.
Die Arbeitsgruppe II des Bündnisses beschäftigt sich seit der Gründung vor zehn Jahren mit dem Thema Grundschulkinder-Betreuung und kann große Erfolge vorweisen: Die Betreuungsangebote wurden kreisweit erhöht, so dass eine wichtige Bedarfslücke geschlossen werden konnte. Aktuell werden über 1.200 Schülerinnen und Schüler an den Grundschulen des Kreises Nachmittags betreut. Im Jahr 2007 gab es nur rund 100 Betreuungsplätze. Zusätzlich organisiert die Arbeitsgruppe Fachveranstaltungen und Workshops zum Thema.

Generationenübergreifende Arbeit

Der Fokus der gleichnamigen Arbeitsgruppe richtet sich auf die spezifische Lebensqualität der älteren Bevölkerung im Werra-Meißner-Kreis. 2014 erschien das „Starterpaket für die dritte Lebensphase“, das beim Seniorenbüro oder der Stadtverwaltung bezogen werden kann. Dieses enthält umfassende Informationen zum Beispiel über Wohnformen oder Aktivitäten für Seniorinnen und Senioren. Es wird fortlaufend ergänzt. Als nächstes Projekt startet die Arbeitsgruppe den „aktivierenden Hausbesuch“. Ältere Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen ihr Haus nicht mehr verlassen können, werden besucht. Somit wird gezielt eine soziale Ansprache geboten. Als Träger konnte der Bündnispartner Evangelische Familienbildungsstätte gewonnen werden. Eine Koordinierungskraft wurde eingestellt, die die ersten Ehrenamtlichen als Bewegungspaten ausbildet. Die ehrenamtlichen Bewegungspaten sollen an die Vereine vor Ort angebunden werden.

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