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Familienfreundlichkeit als Wettbewerbsvorteil

Lokales Bündnis für Familie Osnabrück als „Bündnis des Monats April“ ausgezeichnet.

Akteurinnen und Akteure des Familienbündnisses Osnabrück mit Urkunden und Beachflag

Quelle: Familienbündnis Osnabrück

Das Familienbündnis Osnabrück zeigt, wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf – auch in einer sich wandelnden Arbeitswelt – gut gelingt. „Durch die Digitalisierung verändern sich die Arbeitswelt und Berufe rasant, aber auch durch die Emanzipation der Väter und die Gleichstellung der Frauen. Heute möchten junge Väter mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen und nehmen Elternzeit“, so Peter Forkert, Mitglied im Vorstand des Familienbündnisses. Aktuell beansprucht die Corona-Krise Familien zusätzlich und hat viele Unternehmen auch notgedrungen dazu gebracht, flexiblere Rahmenbedingungen wie beispielsweise Homeoffice zu ermöglichen. „Und wir sehen: Es funktioniert doch! Es hat sich einiges getan – vor allem bei der Akzeptanz der Arbeitgeber“, so Forkert weiter.

Arbeitskreis „Unternehmen im Familienbündnis“ 

Im Arbeitskreis des Familienbündnisses Osnabrück sind kleine, mittlere und große Betriebe vertreten und verfolgen das Ziel, die Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsarbeit vor Ort zu erleichtern. Sie entwickelten das Zertifikat „Familienfreundliche Arbeitgeber in der Region Osnabrück“, das auch von politischen Gremien in Stadt und Landkreis unterstützt wird. „Familienfreundlichkeit als Instrument der Personalpolitik in Unternehmen ist ein Schlüsselthema und zwingend notwendig, um gut qualifizierte Fachkräfte zu halten und neue Beschäftigte zu gewinnen“, so Forkert.

Flexible Kinderbetreuungsangebote der Betriebe

Ein weiterer Arbeitskreis des Familienbündnisses Osnabrück kümmert sich um Angebote der Kinder- und Notfallbetreuung. Osnabrücker Firmen und Einrichtungen stellen kurzfristig die Kinderbetreuung berufstätiger und studierender Eltern im Rahmen einer „Notfallbetreuung“ sicher. Gegen einen Unkostenbeitrag können sich Unternehmen vor Ort der Notfallbetreuung anschließen und unterstützen ihre Mitarbeitenden finanziell, wenn sie die Notfallbetreuung in Anspruch nehmen. Tagesmütter kommen bspw. im Fall eines unvorhergesehenen Termins zur Betreuung der Kinder nach Hause. In Kooperation mit Bündnispartnerinnen und -partnern wie u. a. den Familienbildungsstätten gibt es darüber hinaus eine betrieblich geförderte Ferienbetreuung. Weiterhin bieten größere Firmen im Netzwerk eigene Ferienbetreuungsmöglichkeiten an, die auch von betriebsfernen Familien genutzt werden können. 

Das Familienbündnis Osnabrück bündelt und kommuniziert alle durch die Netzwerkarbeit ermöglichten Angebote der Kinderbetreuung. 

Familien vor Ort stärken 

In Kooperation mit der Stadt gibt es einige Pilotprojekte, die Familien vor Ort aktiv unterstützen, wie zum Beispiel den Vätertag. Dieser wird einmal im Jahr in Kooperation mit Familienbildungsstätten und weiteren Partnern für Väter mit ihre Kinder angeboten. Am Vätertag gibt es vielfältige Aktionen, wie zum Beispiel zusammen ein Schiff zu bauen. Ein weiteres Projekt ist die Familienfreundliche Gastronomie in Kooperation mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) sowie weiteren Kooperationspartnern. Mittlerweile sind von einer Projektgruppe des Familienbündnisses 17 Restaurants und Cafés in Stadt und Landkreis Osnabrück als besonders kinder- und familienfreundlich zertifiziert worden. Des Weiteren gibt es die Förderung von baby- und stillfreundlichen Orten im Netzwerk zur Stillförderung in Osnabrück, zusammen mit der Hebammenzentrale und den Gleichstellungsbeauftragten. Zu finden sind alle Angebote in einem Familienwegweiser, der Familien-Zeitschrift „Klecks“, die an vielen Orten der Stadt ausliegt. 

Zwischen Erwerbsleben und Ruhestand 

Das Familienbündnis Osnabrück widmet sich außerdem dem Thema Pflege. Ziel ist, für Mitarbeitende der Unternehmen im Netzwerk durch individuelle Angebote und Lösungen Möglichkeiten zu schaffen, sich um die Pflege der eigenen Eltern zu kümmern. Zur Unterstützung für pflegende Beschäftigte gehören zum Beispiel die Erstellung einer Pflegemappe, Informationsveranstaltungen zum Thema Pflege oder die Kooperation mit den Senioren- und Pflegestützpunkten von Landkreis und Stadt Osnabrück. Durch den Austausch mit anderen Arbeitsgruppen schafft das Familienbündnis Synergien, wie zum Beispiel mit dem Arbeitskreis „Zwischen Erwerbsleben und Ruhestand“.

Die Fusion von Stadt und Land 

„Es ist nun offiziell geworden, was in der Vergangenheit durch langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit schon gelebt und von der Öffentlichkeit schon lange als Einheit wahrgenommen wurde: Stadt und Landkreis wurden fusioniert“, so Peter Forkert. Durch die Fusion hat das Familienbündnis seine Leistungen zusammengefügt und schafft so sinnvolle Synergien – auch zwischen den einzelnen Arbeitskreisen. Mit mehr als 350 Mitgliedern zählt das Bündnis zu einem der größten Bündnisse für Familie in Deutschland. 

Hier die Pressemitteilung zum Bündnis des Monats herunterladen.

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