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Hilfe für geflüchtete Familien

In der aktuellen Ausgabe unseres Online-Dialogs berichten uns drei Bündnisse über ihren engagierten Einsatz für schutzsuchende Familien.

Durch den Krieg in der Ukraine sind immer mehr Menschen dazu gezwungen, ihre Heimat zu verlassen und in Nachbarländern Schutz zu suchen. Für die Geflüchteten sind bedarfsgerechte Angebote zur Aufnahme vor Ort deshalb von großer Bedeutung. In unserem Online-Dialog sprechen wir mit den Bündnissen über ihre vielfältigen Hilfsmaßnahmen und Angebote.

Im Bündnis Goldbacher Familien ist die zielgerichtete Verbindung von Haupt- und Ehrenamt eine tragende Säule für gelungene Integration. Bündnisakteurinnen und -akteuren sowie weitere engagierte Helferinnen und Helfer bieten Willkommensworkshops und Infofrühstücke mit mehrsprachigen Angeboten an. Johanna Krimm vom Bündnis aus Goldbach berichtet, dass neben ehrenamtlichen Deutschkursen und Spielgruppen auf diese Weise auch verschiedene Hilfsgüter- und Möbelspenden organisiert werden konnten.

Über zahlreiche Sach- und Lebensmittelspenden für Menschen in der Ukraine kann sich auch das Lokale Bündnis für Familie Ludwigsfelde freuen. In elf Fahrten übergaben engagierte Helferinnen und Helfer wichtige Hilfsgüter an Kontaktpersonen in der Ukraine, auch mit der Unterstützung der Bundeswehr.

Neben dieser unmittelbaren Hilfe bietet das Bündnis auch bei bürokratischen Fragen seine Unterstützung an und hilft bei der Integration von Kindern in Schulklassen und Betreuungseinrichtungen sowie bei der Vermittlung von Fachkräften in den Arbeitsmarkt. Ehrenamtliche vom Bündnis selbst bieten Sprachkurse an, um den Menschen das Ankommen und den Einstieg zu erleichtern.

Beratung und Austausch sind auch für das Lokale Bündnis für Familie in der Verbandsgemeinde Saarburg-Kell e.V. von zentraler Bedeutung. Über Beratungsstellen und Begegnungscafés findet hier ein Erstkontakt und Austausch mit den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie mit Fachpersonal statt. Die Bündnisakteure bieten dort den Schutzsuchenden ehrenamtliche und hauptamtliche Hilfe an, etwa im Umgang mit Behörden und bei der Antragsbearbeitung. Dr. Anette Barth, Geschäftsführerin des Bündnisses berichtet: „Wir haben viele starke Partner in einem diversen Netzwerk. Wir müssen nicht alles alleine machen, sondern können auf gefestigte Strukturen zurückgreifen“. Die starke Vernetzung von Menschen und Organisationen zeigt

sich am Beispiel der Volkshochschule vor Ort, die Sprachkurse für Vorschulkinder und deren Mütter anbietet oder auch das Mehrgenerationenhaus, das die Kleiderkammer organisiert.

Einen wichtigen Beitrag für direkte Hilfe vor Ort bietet die Integreat-App: Integreat stellt zugewanderten Menschen schnell und einfach lokale Informationen in mehreren Sprachen zur Verfügung. Während Sie als Stadt, Gemeinde oder Landkreis Integreat mit lokalen Inhalten befüllen, kümmert sich der Anbieter im Hintergrund um die Technik. In einigen Landkreisen und Städten wird die App bereits erfolgreich eingesetzt, so zum Beispiel in der Gemeinde Goldbach und in Saarburg-Kell (Saarburg-Kell (integreat.app).

Mehr über Ideen und Lösungsansätze, wie geflüchteten Familien geholfen werden kann, erfahren Sie in der Aufzeichnung des Online-Dialogs mit Johanna Krimm (Goldbacher Familien), Anna Wunder (Lokales Bündnis für Familie Ludwigsfelde) und Dr. Anette Barth (Lokale Bündnis für Familie in der Verbandsgemeinde Saarburg-Kell e.V.) vom 30.06.2022: https://www.youtube.com/watch?v=I1VZiKxEFJM

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