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Jetzt mitmachen: Die Familienexperten sind gefragt

Die Online-Befragung „Die Familienexperten“ 2016 läuft. In diesem Jahr mit einem deutlich kürzeren Fragebogen. Alle Lokalen Bündnisse für Familie werden gebeten sich zu beteiligen. Warum die Teilnahme möglichst aller Bündnisse so wichtig ist, berichtet unser langjähriger Bündnismentor Heinz Zohren im Interview.

Einige Lokale Bündnisse haben sich bereits beteiligt und den Fragebogen ausgefüllt. Für jedes Bündnis steht ein passwortgeschützter Online-Fragebogen zu den Themen und Projekten des Bündnisses bereit. Bündnisse, die bereits im letzten Jahr mitgemacht haben, finden ihre Angaben vorausgefüllt im Fragebogen und können diese in wenigen Schritten aktualisieren.

 "Im Vergleich zum letzten Jahr bin ich viel schneller mit der Beantwortung des Fragebogens fertig geworden!" – Annette Lambeck, Bündniskoordinatorin Siegener Bündnis für Familie

Laut der letzten Befragung sind mehr als 18.900 Akteurinnen und Akteure bundesweit in den Lokalen Bündnissen dauerhaft aktiv. Um gemeinsam neue Ideen und Lösungen für Familien zu entwickeln und um allen Lokalen Bündnissen die Möglichkeit zu geben, mit ihren Ideen und Anregungen die bundesweite Initiative noch stärker mitzugestalten, wurde die Online-Befragung „Die Familienexperten“ konzipiert. Nun wird eine erneute Bestandsaufnahme durchgeführt. Die Kompetenzen und Erfahrungen der Bündnisakteurinnen und -akteure werden damit sichtbar gemacht und der Wissensaustausch innerhalb der Initiative gestärkt.

"Durch die Online-Befragung konnte ich selbst noch einmal über unsere Bündnisarbeit reflektieren." – Klaus Priewe, Bündnismentor

In diesem Jahr stehen bei der Befragung die aktuell im Jahr 2016 laufenden Projekte im Fokus. Informationen zum Inhalt und Ablauf der Befragung sind in den Technischen Hinweisen zu finden. Bei Fragen zur Online-Befragung steht die Servicestelle der Initiative gerne allen Lokalen Bündnissen mit Rat und Tat zur Seite:

Kontakt Servicestelle Lokale Bündnisse für Familie
Tel.: 030 201805-42
Fax: 030 201805-77
E-Mail: info@lokale-buendnisse-fuer-familie.de

Weitere Informationen finden Sie hier.
Zur Befragung gelangen Sie hier.

 

Im Interview erklärt Bündnismentor und -koordinator Heinz Zohren vom Lokalen Bündnis für Familie Aachen, was die Befragung „Die Familienexperten“ so besonders macht:

Mehr als 650 Lokale Bündnisse engagieren sich bundesweit für eine familienfreundliche Gesellschaft. Warum ist die Befragung „Die Familienexperten“ aus Ihrer Sicht als Mentor wichtig für die Lokalen Bündnisse?

Heinz Zohren: Es kommen ja tatsächlich „Familienexperten“ zu Wort. Das heißt, genau die Akteure vor Ort, die wichtige Themen der Familien- beziehungsweise Personalpolitik bereits in der Praxis umsetzen. Die Auswertung der jüngsten Befragungen hat beispielsweise gezeigt, dass Vereinbarkeit schon lange im Fokus der Bündnisarbeit steht – und dass man als Bündnis mit dieser Ausrichtung an einem Thema dran ist, das für Familien und Unternehmen nach wie vor wichtig ist.

Wie können die Lokalen Bündnisse konkret von der Befragung profitieren?

Heinz Zohren: Die Erfahrung der Lokalen Bündnisse zeigt, dass sich immer mehr kleine und mittlere Unternehmen für eine bessere Vereinbarkeit engagieren wollen – und dafür Partner suchen, die sie unterstützen. Hier können die Bündnisse mit ihrer Expertise punkten. Und die Befragung bietet die Möglichkeit, das eigene Engagement und besondere Schwerpunktthemen sichtbar zu machen. Es entsteht ein Ideenpool, den alle Lokalen Bündnisse für Anregungen nutzen können.

Das Lokale Bündnis Aachen hat auch in den vergangenen Jahren an der Befragung teilgenommen. Welche Entwicklung beobachten Sie?

Heinz Zohren: In den aktuell drei wichtigsten Bündnis-Themen sind wir in Aachen bereits aktiv: „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, „Familienfreundlicher Standort und kommunale Familienzeitpolitik“ sowie „Kinderbetreuung“. In allen diesen Bereichen haben wir gesehen, dass sich gemeinsam mit unseren Bündnispartnern familienfreundliche Strukturen entwickeln und verbessern lassen. Gerade die kleinen und mittleren Unternehmen wollen etwas für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bewegen. Wir haben daher direkt bei den Unternehmen angefragt, welche Bedarfe es für Vereinbarkeitsangebote gibt: Schulkinderbetreuung, aber auch die Unterstützung von Beschäftigten mit Pflegeaufgaben gehören dazu.

Welche Projekte haben Sie daraus entwickelt?

Heinz Zohren: Zum einen haben wir mit der Stadt Aachen Kriterien für familienfreundlichen Städtebau entwickelt. Die „Stadt der kurzen Wege“, die mehr Familienzeit ermöglicht, soll das Ergebnis einer zielgerichteten Stadtplanung sein. Zum anderen geht es um Wissensmanagement rund um das Thema Familie. Wir wollen eine zentrale Wissensdatenbank aufbauen, die als Grundlage für telefonische Auskünfte unter der zentralen Nummer der Stadt Aachen dienen soll. 2017 werden zudem zwei Familieninfopunkte eingerichtet und eine Familienhotline freigeschaltet. Und wir erstellen aktuell mit der IHK Aachen eine Info-Schrift für Betriebe zur Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Pflege. In ihr werden alle  Aachener Angebote und Ansprechpartner zu diesem Thema gebündelt. Dieses Dokument können unsere Bündnispartner in ihren eigenen Intranet-Auftritt einbinden und so ihre Beschäftigten und deren Familien unterstützen.

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