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Kyritz: Schulkindbetreuung in starker Kooperation

Bündnis für Familie Kyritz als "Bündnis des Monats Dezember" ausgezeichnet.

Akteurinnen und Akteure des Bündnis für Familie Kyritz

1. Reihe (v.l.n.r.): Bürgermeisterin Nora Görke, Amtsleiterin Veronika Lausch, von links nach rechts 2. Reihe (v.l.n.r.): Christian Boldt (Freiwillige Soziale Aufgaben), Alexander Blocks (Ostprignitz Jugend e.V. u. EVAmigra), Roswitha Leest (Familienzentrum OASE der AWO), Annette Schmidt (Nachhilfe), Maximilian Schneidewind (Bundesfreiwilligendienst), Max Voß (Jugendfreizeitzentrum), Quelle: Bündnis für Familie Kyritz

Familien im brandenburgischen Kyritz erhalten vielfältige und bedarfsgerechte Bildungs-, Beratungs-, Unterstützungs- und Entlastungsangebote. „Wer Hilfe benötigt, findet bei uns die passenden Ansprechpartnerinnen und -partner“, so Christian Boldt, Ansprechpartner des Lokalen Bündnisses für Familie Kyritz. Schwerpunkte liegen in der Familienbildung, der flexiblen Kinderbetreuung, auf Freizeitangeboten und der generationenübergreifenden Zusammenarbeit. 

Bereits seit 2006 ist das Bündnis für Familie in Kyritz aktiv. Umgesetzt werden die Angebote gemeinsam mit Bündnispartnerinnen und -partnern wie Jugendträgern, der freien Kinder- und Jugendhilfe, der mobilen Jugendarbeit, Vereinen, Schulen und Kitas, dem Jobcenter, der Stadtverwaltung und dem Mehrgenerationenhaus (MGH). „Es geht darum, vorhandene Strukturen zu nutzen und die Akteurinnen und Akteure miteinander in Verbindung zu bringen. Unverzichtbar ist auch die starke Unterstützung durch die Stadt, die Kommune und den Landkreis Ostprignitz-Ruppin“, so Boldt. 

Das MGH in Kyritz

Im MGH werden die zahlreichen generationsübergreifenden Angebote gebündelt und die Arbeit der verschiedenen Träger – auch die des Lokalen Bündnis für Familie – koordiniert. Es ist der zentrale Anlaufpunkt für Familien der brandenburgischen Kleinstadt sowie der Region. „Unser Haus ist in erster Linie ein Ort des Zusammenkommens, aber auch ein Ort der Integration. Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der Steigerung der Familienfreundlichkeit. Das ist übrigens auch das Markenzeichen der Lokalen Bündnisse“, so die Kyritzer Bürgermeisterin Nora Görke. 

Freizeitbetreuung nach Schulschluss: Ostprignitz Jugend e.V.

Als freier Träger der Jugendarbeit betreibt der Ostprignitz Jugend e.V. das sogenannte „Gelbe Gewölbe“ im Kellergeschoss des MGH. Am Nachmittag und auch in den Ferien können dort Kinder und Jugendliche ihre Freizeit verbringen. Das offene Angebot ist vielfältig und reicht von Bildungsangeboten wie der Unterstützung bei der Praktikumssuche oder der Erstellung von Bewerbungsunterlagen über vielfältige Spiel- und Sportangebote bis hin zum gemeinsamen Basteln, Kochen und Backen. „Die Interessen und Lebenssituationen junger Menschen im ländlichen Raum sowie die Unterstützung und Förderung ihrer persönlichen Entwicklung spielen dabei eine wichtige Rolle“, sagt Alexander Blocks Ansprechpartner des „Ostprignitz Jugend e.V.“. Darüber hinaus gibt es auch Projekte mit Kitas und Schulen und anderen Einrichtungen, beispielsweise für die Durchführung von Projekt- und Präventionstagen für Kinder, Jugendliche, Kitagruppen und Schulklassen. 

Hilfe beim Lernen mit STATTschule

In Kooperation mit dem Bündnispartner, dem Verein „STATTwerke e.V.“, wurde im Rahmen des Projektes „STATTschule“ Nachhilfe im Mehrgenerationenhaus bzw. direkt in den Schulen als festes Angebot installiert. Zurzeit werden 65 Schülerinnen und Schüler in allen Klassenstufen von elf ehemaligen Lehrerinnen und Lehrern betreut. Annette Schmidt, pensionierte Mathematik- und Physiklehrerin und Ansprechpartnerin der Nachhilfebetreuung: „Unser Angebot wird sehr gut angenommen. Die Nachfrage ist so groß, dass wir mit Wartelisten arbeiten müssen“, so Schmidt. 

Die Nachhilfe findet täglich zwischen 13:30 und 20:00 Uhr, nach fest vereinbarten Zeiten, überwiegend als Einzelunterricht statt. „Für Fremdsprachen bietet sich Unterricht auch in kleinen Gruppen an“, sagt Schmidt. Zusätzlich gehen die pensionierten Lehrkräfte auch in Schulen. Hier gibt es beispielsweise eine enge Kooperation mit der Grundschule und der Oberschule in Kyritz. Es besteht großer „Nachholbedarf“ aufgrund des corona-bedingten Lockdowns im Frühjahr. „Das ist schwierig zu händeln“, sagt Schmidt. „Wir möchten die Nachhilfe so gestalten, dass Unterrichtsstoff sowohl wiederholt als auch Neues aufgegriffen wird. Herausfordernd ist außerdem, dass sich einige Schülerinnen und Schüler aktuell wieder in häuslicher Quarantäne befinden“, berichtet Schmidt. Es wird momentan darüber nachgedacht, Nachhilfe auch per Videokonferenz anzubieten. 

Es gibt auch eine Kooperation des STATTwerke e.V. mit dem kommunalen Jobcenter vor Ort. „Das Angebot der Nachhilfebetreuung ist dort mittlerweile bekannt, sodass sich die Zusammenarbeit einfach gestaltet“, so Schmidt. Eine Kostenübernahme ist über das Bildungs- und Teilhabepaket möglich. „Gerne helfen wir Eltern bei der Antragstellung“, so Annette Schmidt. 

Beratung in Kooperation mit der Jugend- und Migrationsarbeit

Im Mittelpunkt des Trägers „Evangelische Migrationsjugendsozialarbeit“ (EvaMigra e.V.) steht die Begleitung und Beratung von Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 27 Jahren mit Migrations- und Fluchthintergrund. Zentraler Treffpunkt ist das MGH, so Alexander Blocks. Er ist Ansprechpartner für die Angebote des Bündnispartners „Ostprignitz Jugend e.V.“ als auch für „EvaMigra e.V.“. „Die Jugendlichen brauchen insbesondere Unterstützung beim Übergang von der Schule in den Beruf sowie bei der Suche von Praktikumsplätzen. Es kommt auch vermehrt die Nachfrage nach Nachhilfe – gerade, wenn es Richtung Schulabschluss geht“, sagt Blocks.
Die Angebote stehen allen offen – unabhängig von Alter, Familienform oder Herkunft. „Kennenlernen und Begegnung wird bei uns großgeschrieben – damit es zu einem guten Miteinander kommt“, so Blocks.

Hier die Pressemitteilung zum Bündnis des Monats herunterladen.

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