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Miteinander in Michendorf!

Lokales Bündnis für Familie Michendorf als "Bündnis des Monats Juli" ausgezeichnet.

Pullover mit Aufdruck des Bündnis-Logos

Bündnis-Logo auf Pullover, Quelle: Lokales Bündnis für Familie Michendorf

Am 15. September 2014 wurde das Lokale Bündnis für Familie in der Gemeinde Michendorf gegründet, berichtet die damalige Bündniskoordinatorin und heutige Bürgermeisterin von Michendorf, Claudia Nowka, stolz. Einer der ersten Erfolge war die Gründung eines Familienzentrums. Heute ist das Familienzentrum der Ort des Bündnisses, welcher den vielsagenden Namen „Miteinander in Michendorf“ trägt.

„Miteinander in Michendorf“ ist eine freiwillige Kooperation, ein Netzwerk sehr aktiver Partnerinnen und Partner aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen und Vereinen, das durch ein gleichberechtigtes Miteinander funktioniert.

Das Thema „Familienleben in digitalen Zeiten“

Das Thema Digitalisierung ist aktueller denn je. COVID-19 zwingt vielerorts, auf Veranstaltungen mit vielen Personen und Kontakt zu verzichten. „Die Digitalisierung hat in den letzten Monaten natürlich einen enormen Schub bekommen. Besonders wichtig war es uns in dieser herausfordernden Zeit dennoch, weiterhin alle ‚mitzunehmen‘. Familien umfassen Personen allen Alters, sozusagen von 0-99 Jahren“, so Nowka. So bemüht man sich im Bündnis, auch analoge Angebote zu lancieren. Seit Beginn der Pandemie gibt es eine Helfer-Hotline für Unterstützungssuchende. Realisiert wurde diese mit Hilfe von 50 Ehrenamtlichen, die beispielsweise Einkaufshilfen organisieren. „Das wurde gut und mit viel Dankbarkeit angenommen“, so Claudia Weißgrab, Koordinatorin des Familienzentrums.

Social Work goes Social Media

Durch Corona kam der Bündnispartner und Jugendhilfeträger Stiftung JOB groß zum Tragen: In Michendorf gibt es drei Schulsozialarbeitende, verortet an drei Schulen. Die Corona-Pandemie stellt sie vor die Herausforderung, Kinder und Jugendliche weiterhin zu erreichen. Kurzfristig entstand das Projekt „Social Work goes Social Media“. Die drei Sozialarbeitenden sind seither auf allen Social-Media-Kanälen wie Facebook, Instagram, YouToube und über Microsoft Teams präsent und erreichbar. Schnell hatten sie viele „Klicks“ und „Likes“ für die Erklärvideos und Ratschläge zu Themen wie zum Beispiel Strukturierung des Tages, Live-Sportangebote oder Kontaktdaten von Sorgentelefonen. So gelang es mit Kindern und Jugendlichen, und auch mit den Eltern, weiterhin in Kontakt zu bleiben.

Gemeinschaftsunterkunft „Haus Polygon“ des Landkreises

Die Kinder in der Unterkunft „Haus Polygon“ sind nach wie vor auf Hilfe durch persönlichen Kontakt angewiesen. Dies galt insbesondere auch in der Zeit, als die Schulen geschlossen waren und der Unterricht zu Hause stattfinden musste. Die fehlenden Sprachkenntnisse führten zu großen Unsicherheiten, sodass viele Kinder ihre Aufgaben schwer oder gar nicht erledigen konnten. Seit Mitte Mai bieten eine Schulsozialarbeiterin und eine ehrenamtlich Engagierte zweimal wöchentlich eine Hausaufgabenunterstützung in der „LeseEcke“ des „Hauses Polygon“ an. Die Schülerinnen und Schüler wurden in kleine Gruppen aufgeteilt. In diesem Rahmen wurden die Kinder gezielt unterstützt und konnten sich nicht Verstandenes erklären lassen. „Bei diesem Angebot gilt es ebenfalls, die Eltern zu unterstützen“, so Claudia Nowka. Seit der Schulbetrieb wieder aufgenommen wurde, ist die Schulsozialarbeiterin in der Grundschule tätig, berichtet Claudia Weißgrab. Seitdem unterstützt eine ehrenamtlich Engagierte die Kinder weiterhin im „Haus Polygon“. Organisiert wird dieses Angebot der Hausaufgabenunterstützung in der Gemeinschaftsunterkunft von Mihrican Cayakar. Frau Cayakar ist im Familienzentrum Integrationsfachkraft und gleichzeitig Ehrenamtskoordinatorin in der Geflüchtetenarbeit.

Online Kochen mit Anne

Üblicherweise wird einmal im Monat im Rahmen einer Baby-Krabbelgruppe mit den Eltern und einer Köchin im Familienzentrum gekocht. Zu Corona-Zeiten findet dieses Angebot online alle zwei Wochen statt, gesponsert von der Ruck-Stiftung. Darüber hinaus stellt die Köchin gesunde Wochen-Essenspläne für Familien bei Facebook zur Verfügung – als kleine Inspiration für Eltern.

Tipps für andere Bündnisse

Damit die Bündnisarbeit funktioniert sind aus Sicht von Claudia Nowka drei Erfolgsfaktoren entscheidend: aktive Menschen, die sich einbringen, Verbindlichkeit sowie ein guter Informationsfluss. So gelingt es, alle Bündnisakteure auf kurzem Weg zusammenzurufen und an einen Tisch zu bringen. „Alle bringen sich projekt - und themenbezogen dort ein, wie und wo sie können“, so die Koordinatorin des Familienzentrums Weißgrab.

Hier die Pressemitteilung zum Bündnis des Monats herunterladen.

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