Bündnis des Monats

Seit zehn Jahren Familienfreundlichkeit durch zahlreiche Betreuungsangebote und Informationen gefördert

Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch Familienpatenschaften und Randzeitenbetreuung erleichtern oder Informationen in einem Familienatlas bündeln – das sind nur einige der zahlreichen Ziele, die das Erlanger Bündnis für Familien seit seiner Gründung 2005 verfolgt. Die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) eingerichtete Servicestelle Lokale Bündnisse für Familie hat das Lokale Bündnis für Familie Erlangen für sein Engagement als „Bündnis des Monats Oktober 2015“ ausgezeichnet.

Bild zeigt: Familienpaten, ausgezeichnet mit einem Zertifikat des Erlanger Familienbündnisses.

Einsatzbereit: Familienpaten, ausgezeichnet mit einem Zertifikat des Erlanger Familienbündnisses. Quelle: Erlanger Bündnis für Familie

Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch Familienpatenschaften und Randzeitenbetreuung erleichtern oder Informationen in einem Familienatlas bündeln – das sind nur einige der zahlreichen Ziele, die das Erlanger Bündnis für Familien seit seiner Gründung 2005 verfolgt. Die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) eingerichtete Servicestelle Lokale Bündnisse für Familie hat das Lokale Bündnis für Familie Erlangen für sein Engagement als „Bündnis des Monats Oktober 2015“ ausgezeichnet.

Jede Familie wird täglich mit neuen Herausforderungen konfrontiert und nicht immer können Verwandte, Freunde oder Nachbarn zur Unterstützung einspringen. Aus diesem Grund hat das Erlanger Bündnis für Familien das Projekt „Erlanger Familienpaten“ ins Leben gerufen. Seit Mai 2007 werden mit Hilfe des Deutschen Kinderschutzbundes Kreisverband Erlangen e.V. sowie der Einrichtung BildungEvangelisch regelmäßig Frauen und Männer in Schulungen zu Familienpaten ausgebildet. Von Kinderbetreuung über Hilfe bei Haushaltsaufgaben bis hin zur Begleitung bei Arztbesuchen und Behördengängen – die Einsatzmöglichkeiten der rund 60 Patinnen und Paten sind vielfältig. Somit erreicht das Lokale Bündnis sein Ziel, Familien regelmäßig und längerfristig zu unterstützen. Dr. Florian Janik, Oberbürgermeister der Stadt Erlangen, dazu: „Wir alle wollen, dass Familien gerne in Erlangen leben, dass sie sich hier wohlfühlen und dass Kinder- und Jugendliche in einer lebendigen und anregenden Umgebung aufwachsen. Das wird nur gemeinsam mit vielen Partnern und Partnerinnen gelingen. Das Erlanger Bündnis für Familie ist ein sehr gutes Beispiel für solch eine gelebte Partnerschaft.“

Kinder auch im Notfall und in Randzeiten betreuen

Mit weiteren familienunterstützenden Maßnahmen hat sich das Lokale Bündnis auch im Rahmen anderer Projekte auseinandergesetzt, in denen es vornehmlich um kurzfristigere Angebote geht: In Kooperation mit Familie und Bildung im DHB Erlangen e.V., der ein festes Mitglied im Netzwerk ist, und der Siemens Betriebskrankenkasse, bieten die Bündnisakteure die Kindernotfallbetreuung „Känguru“ sowie die Randzeitenbetreuung „Pinguin“ an. Die Notfallbetreuung spricht erwerbstätige Eltern an, deren Kinder spontan erkranken und daher nicht in die Kita oder Schule gehen können. Ein Team von erfahrenen Betreuerinnen unterstützt in solchen Situationen und beaufsichtigt die Kleinen bei den Familien zuhause. Die Randzeitenbetreuung, ein Projekt mit der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, dem Universitätsklinikum und AREVA, richtet sich vor allem an deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wenn aus einem dienstlichen Grund die Kinder nicht betreut werden können. Diese können außerhalb der regulären Kita-Öffnungszeiten eine schnelle und flexible Kinderbetreuung in Anspruch nehmen.

Informationen rund um die Familie bündeln

Über Betreuungsangebote hinaus auch gebündelt hilfreiche Informationen für Familien bieten – dieses Vorhaben wird im Erlanger „Familienatlas“ realisiert. Hierbei handelt es sich um ein Angebot, das unter anderem Informationen zu (Kinder)Ärzten, Ferienbetreuungen, Jugendclubs sowie Standorten von Spielplätzen bereitstellt. 2007 ursprünglich als Online-Angebot ins Leben gerufen, liegt der Atlas in diesem Jahr in seiner dritten Print-Auflage auch an öffentlichen Einrichtungen in Erlangen aus.

Neben der regelmäßigen Aktualisierung und Erweiterung des Familienatlas‘ hat das Bündnis auch für die Zukunft viele Pläne. Edeltraud Höllerer, zuständige Jugendamtsleiterin für das Bündnis, berichtet: „Das Erlanger Bündnis für Familie ist ein sehr aktives, agiles und selbstbewusstes Bündnis, das heuer auf sein zehnjähriges Bestehen zurück blicken kann. Das feiern wir im November mit einem großen Familienfest. Im Januar 2016 planen wir einen Zukunfts-Workshop. Ich bin schon sehr gespannt auf die Diskussionen und vor allem darauf, welche neuen Bündnis-Projekte daraus entstehen werden.“

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