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Trotz Corona in Kontakt bleiben

Interview mit Ulrike Reifig vom Familienbündnis Altenberge zum Engagement für Familien in Zeiten von Corona

 

Akteurinnen und Akteure des Familienbündnisses Altenberg

Akteurinnen und Akteure des Familienbündnisses Altenberge machen auf das Sommerferienprogramm aufmerksam, Quelle: Familienbündnis Altenberge

Um Familien zur Seite zu stehen, ist gerade in Zeiten von Corona die Kreativität der Lokalen Bündnisse gefragt. Ulrike Reifig ist Vorstandsvorsitzende des Familienbündnis Altenberge. Im Interview erzählt sie, wie das Bündnis auf Corona reagiert hat.

Frau Reifig, am 15. Mai war der Internationale Tag der Familie. Rund um diesen Tag findet jedes Jahr der Aktionstag der Lokalen Bündnisse statt. Wie haben Sie trotz Corona auf Ihre Arbeit aufmerksam gemacht?

Im Treffpunkt unseres Bündnisses haben wir fünf große Pappfiguren aufgestellt. Im Schaufenster waren sie ein Hingucker für jede Passantin und jeden Passanten. Mit Schildern auf den Pappfiguren haben wir auf unsere Leistungen und Angebote hingewiesen – vom runden Tisch Asyl und Migration bis zum Ferienprogramm Sommersause/Herbstsause. Uns war wichtig, den Familien zu zeigen, dass wir auch in der Krise für sie da sind, uns vor Ort für sie stark machen und sie verstehen. Das haben wir mit verschiedenen Slogans zum Ausdruck gebracht. 

Gibt es neu entstandene Projekte, die Sie in Zukunft beibehalten wollen?

Zum Internationalen Tag der Familie ist unser Familienblog online gegangen. Wir haben Familien dazu aufgerufen, Beiträge zu ihren Corona-Erfahrungen einzureichen. Das wurde sehr gut angenommen. Der 10-jährige Noah schreibt zum Beispiel, warum er Corona doof findet. Die 90-jährige Margret berichtet, was es bedeutet, in der Corona-Zeit im Altenpflegeheim zu wohnen. Den Blog werden wir weiterführen und in Zukunft auch nutzen, um auf unsere Angebote hinzuweisen. So haben wir zum Beispiel eine Meldung zu unserem Sommerferienprogramm dort veröffentlicht. Im Rahmen der „Sommersause“ können Kinder an über 90 Angeboten teilnehmen – alles natürlich unter den gegebenen Hygiene- und Abstandsgeboten.

Welchen Tipp würden Sie anderen Lokalen Bündnissen in Zeiten von Corona geben?

Die Lokalen Bündnisse arbeiten alle ein bisschen anders und haben ganz unterschiedliche Projekte. Dementsprechend mussten und müssen sie auch individuell auf die Krise reagieren. Das braucht viel Phantasie. Prinzipiell ist es aber wichtig, mit vielen Menschen in Kontakt zu bleiben und über die jeweiligen Bedarfe zu reden. Wir haben dafür zum Beispiel Whatsapp-Gruppen eingerichtet und mit jungen Eltern „Kinderwagenspaziergänge in der Natur“ gemacht. Dabei hatten wir und die Familien gute Gespräche.

Möchten Sie auch mit einer Ausstellung auf Ihre Angebote aufmerksam machen? Bestellen Sie die Pappfiguren unter info@lokale-buendnisse-fuer-familie.de. Die Bestellungen werden nach Eingang bearbeitet und berücksichtigt, solange der Vorrat reicht.
 

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