2. Quartalsthema 2026: Gemeinsam Berufsorientierung gestalten und Eltern dabei begleiten

Ein Mann lernt mit einem Kind.
© BMBFSFJ

Bei der Wahl ihres künftigen Berufs finden Jugendliche Orientierung und Sicherheit überwiegend im direkten familiären Umfeld. Laut einer Umfrage im Auftrag der Bertelsmann Stiftung aus dem Jahr 2022 nennen 73 Prozent der Jugendlichen ihre Eltern als wichtigste Unterstützung. 

Diese sind dabei nicht nur Ratgeber, sondern geben auch emotionalen Rückhalt, helfen dabei, Stärken zu erkennen, motivieren zur Informationssuche und begleiten bei Bewerbungen. 

 

Helfen, Hürden bei der Informationssuche zu überwinden

Trotz des hohen Stellenwerts elterlicher Beratung zeigt sich eine deutliche Informationslücke: 76 Prozent der Eltern haben keine konkreten Vorstellungen von zukünftigen Berufsbildern. Rund 84 Prozent wünschen sich mehr Begleitung in diesem Prozess, da sie sich im Informationsdschungel rund um die Berufswahl nur schwer zurechtfinden.

 

Lokale Bündnisse schaffen konkrete Angebote

Der Überbetriebliche Verbund Familie & Beruf e.  V. Heidekreis (LK) hält im Vorfeld der Berufsorientierungsmesse für Jugendliche eine „Happy Hour“ ab. Einen Online-Elternabend, bei dem Eltern schon vor der Messe alle Fragen zum Thema stellen können, um ihre Kinder besser informiert zur Messe zu begleiten. Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und digital zur Verfügung gestellt, um auch denjenigen, die zum Termin selbst nicht teilnehmen können, das nachträgliche Ansehen zu ermöglichen. Das Lokale Bündnis für Familie Rietberg bietet persönliche Beratungen für Eltern und hat dazu eine Broschüre mit dem Titel: „Elternschule Rietberg“ herausgegeben, in der alle Angebote in der Region zu verschiedenen Themen aufgelistet werden. Das Bündnis für Familie Nürnberger Land organisiert gemeinsam mit dem Jobcenter und der Wirtschaftsförderung der Stadt Lauf ein Ausbildungs- und Fachkräfteforum. Dieses findet einmal jährlich an zwei Tagen im Mai statt. Die Zielgruppen sind Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger.

Zu zentralen Akteuren der Berufsorientierung zählen die Industrie- und Handelskammern (IHK), die in vielen Regionen mit Lokalen Bündnissen zusammenarbeiten. In Stuttgart organisieren das Lokale Bündnis und die IHK gemeinsam Elternabende zum Thema Berufsorientierung. Die Brandenburger Industrie- und Handelskammern haben einen Eltern-Ratgeber zur beruflichen Orientierung entwickelt. 

Auch die Bundesagentur für Arbeit bietet umfassende Informationen für Eltern.

Weitere Hinweise gibt es auch im Flyer des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.