Am 29. August 2005 gründeten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft das Lokale Bündnis für Familie im Landkreis Friesland. Mit einer Auftaktveranstaltung am 05. Oktober 2005 nahm das Bündnis die Arbeit auf. In acht Workshops vereinbarten über 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer konkrete, lokale, aber auch landesweite Projekte. Sie betreffen v. a. die Bereiche flexible Kinderbetreuungslösungen, Qualifizierung von Tagsmüttern, das Miteinander der Generationen und familienorientierte Personalpolitik in Unternehmen.
Dabei möchten die Akteure des Bündnisses auf Kreisebene zusammenarbeiten und bestehende Projektkonzepte lokal übertragen. So wollen sich sowohl die Elternvertreter der Kindertagesstätten als auch die Tagesmütter der Region übergreifend vernetzen. Möglichkeiten zur beruflichen Weiterbildung in der Elternzeit und das Konzept der "Durchblick Schularbeitenhilfe Schortens“ könnten schon bald auf mehrere Gemeinden im Landkreis übertragen werden. Dass der Landkreis Friesland dabei auf eine Reihe von familienorientierten Angeboten zurückgreifen kann, zeigte ein Markt der Möglichkeiten am Rande der Auftaktveranstaltung. Hier präsentierten sich Organisationen und Verbände, wie die Dorfhelferinnen "Wenn Mama fehlt", das Eltern-Kind-Büro des Landkreises oder der "Walking-Bus", bei dem Kinder gruppenweise von zwei Begleitpersonen zur Schule gebracht werden. Die Idee des "Walking-Bus" aus Schortens fand auch bei den anderen Kommunen der Region großen Anklang. Ein städteübergreifendes Kompetenzteam wird in Zukunft den weiteren Austausch von Know-how im Bündnis Friesland koordinieren.
Dass sich auch die Unternehmen im Lokalen Bündnis einbringen wollen, bestätigte Dr. Karl Harms, der Präsident der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer. Familienfreundlichkeit sei ein harter Standortfaktor, der von den verantwortlichen Akteuren vor Ort weniger ständig neue Regeln als vielmehr kreative Einzellösungen fordere. "Ohne Nachwuchs sehen wir ganz schön alt aus", so Harms über die Notwendigkeit eines familienfreundlichen Umfelds für die wirtschaftliche Zukunft der Region.
Gründung
Am 29. August 2005 gründeten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft das Lokale Bündnis für Familie im Landkreis Friesland. Mit einer Auftaktveranstaltung am 5. Oktober 2005 hat das Bündnis die Arbeit aufgenommen.
Ziel
In acht Workshops vereinbarten über 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer konkrete, lokale, aber auch landesweite Projekte. Sie betreffen vor allem die Bereiche flexible Kinderbetreuungslösungen, Qualifizierung von Tagesmüttern, das Miteinander der Generationen und familienorientierte Personalpolitik in Unternehmen.
Umsetzung
Organisation des Bündnisses
Elke Rohlfs-Jacob, Gleichstellungsbeauftragte im Landkreis Friesland, koordiniert das Bündnis. Die Projektentwicklung und -umsetzung findet in Arbeitsgruppen statt.
Handlungsfelder und Themenschwerpunkte
- Vereinbarkeit von Familie und Beruf
- Kinderbetreuung
- Integration
- Generationsübergreifende Zusammenarbeit
- Bürgerschaftliches Engagement
- Familienfreundliches Lebensumfeld
- Erziehungsverantwortung und Bildung
- Unterstützung von Familien mit Migrationshintergrund
- Informationsangebot für Familien
- Öffentlichkeitsarbeit
Projekte und Projektvorhaben
- Vom Kind bis zum Senioren – die „Gute Fee“ hilft! – Das Projekt „Gute Fee“ existiert seit 2003 in Schortens. Dort sind Türen oder Schaufenster der Geschäfte mit dem Logo des Projekts „Guten Fee“ versehen. Das Logo signalisiert Kindern: „hier bekomme ich Hilfe“. Hilfe kann ganz unterschiedlich gefasst werden. Ein gutes Wort oder ein Pflaster können unangenehme Situationen schon entschärfen. Ziel des Projekts ist es, Einzelhändler und Gastronomie als Ansprechpartner und Verbündete für Kinder mit in die Verantwortung zu nehmen. Es kann immer mal sein, dass sich ein Kind verlaufen hat, das Gefühl hat verfolgt zu werden, hingefallen ist, Streit mit Älteren hatte oder einfach nur ein gutes Wort braucht. Das Lokale Bündnis im Landkreis Friesland hat dieses Projekt erweitert, um auch weitere Gruppen anzusprechen. So zum Beispiel Seniorinnen und Senioren, die möglicherweise nur ein Telefon benötigen um ihre Angehörigen zu kontaktieren, um abgeholt zu werden, da ihnen vielleicht die Kräfte ausgegangen sind oder sie sich verlaufen haben. Oder Menschen mit Behinderungen, die einen Ort der Sicherheit suchen. Bei dem Projekt „Gute Fee“ geht es um ein wenig Mithilfe im Alltag, es sind Kleinigkeiten und Gesten, die in unserer heutigen Umwelt und Gesellschaft nicht mehr immer selbstverständlich sind. Hier versucht das Lokale Bündnis im Landkreis Friesland mit mehr Menschlichkeit, Gefühl und Toleranz anzusetzen. Aufkleber, Flyer, Plakate und Handzettel weisen Geschäfte und Institutionen als Anlaufstelle für „in Not Geratene“ aus.
- „Frauenkurse“ 2011 – Um die Integration von Migrantinnen und Migranten zu fördern, bietet das Lokale Bündnis Kurse an, die von anderen Bildungseinrichtungen nicht getragen werden. So bietet das Bündnis zum Beispiel Intensivsprachkurse für Mütter an, bei denen auch für eine Kinderbetreuung gesorgt ist. Ebenfalls werden Referentinnen und Referenten zu Kursen eingeladen, um zu Themen Stellung zunehmen, die für die Frauen von praktischer Bedeutung im Alltag sind. Hier leisten die Kurse Aufklärungsarbeit in Bezug auf die Schulsysteme Deutschlands, darüber welche Untersuchung der Kinder wann an steht, wo welche Behörden gefunden werden und was sie für Aufgaben haben. Die Kurse gehen auf viele unterschiedliche Fragen des alltäglichen Lebens ein und versuchen den Teilnehmerinnen die Chance zu geben das Gelernte schnell in den Alltag einzubauen um die Erfolgserlebnisse zu steigern. Dabei werden die Kinder natürlich nie vergessen, sie verbringen die Zeit bei einer professionellen Kinderbetreuung.
- Arbeitskreis Integration und Inklusion – die wichtigste Frage die sich der Arbeitskreis Integration und Inklusion des Landkreis Friesland derzeit stellt ist: Was brauchen Eltern von Kindern mit einer Behinderung und was brauchen eben diese Kinder? Ebenfalls beschäftigt sich der Arbeitskreis momentan damit, was alles zur Inklusion gehört und wie welche Ziele erreicht werden können. Ziel ist es, eine Beratungsstelle für Eltern mit behinderten Kindern einzurichten.
- Ferienbetreuung „Smiley“ – Ferienpassaktion auch für Kinder mit Behinderung – für sie gibt es eine kostenlose Zusatzbetreuung.
- Unterstützung beim Wiedereinstieg nach der Elternzeit - Hierzu werden im Rahmen des Bündnisses Treffen mit Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Landkreises, die sich in Elternzeit befinden, veranstaltet.
- Gratulationsbrief und Geschenk zur Geburt eines Kindes für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Landkreises, unterschrieben von Landrat Ambrosy, Personalratsvorsitzendem Wolken und der Bündniskoordinatorin.
- Projekt „Wickelpunkt“ im Landkreisgebäude – Aufkleber weisen auf Wickelpunkt hin.
- Vortrag zur familienbewußten Personalpolitik – Das Bündnis wendet sich direkt an Führungskräfte des Landkreises.
- Öffentlichkeitsarbeit – Das Bündnis plant, alle familienfreundlichen Angebote des Landkreises Friesland als kommunale Verwaltung zusammenzustellen. Dabei soll vor allem die Vorbildfunktion des Landkreises unterstrichen und nach außen deutlich gemacht werden.
Wer ist dabei
- Allgemeiner Wirtschaftsverband
- AOK- Die Gesundheitskasse WHV-Friesland
- Arbeit und Leben
- Behindertenbeauftragte des Landkreises Friesland
- Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Regionalkoordinatorin Integration
- Bündnis für Familie Jever
- Diakonisches Werk Friesland
- Elterninitiative Bockhorn
- ev.und kath. Kirchengemeinden
- Familien- und Kinderservicebüro
- Gemeinde Bockhorn
- Gemeinde Sande
- Gemeinde Wangerland
- Gemeinde Wangerooge
- Gemeinde Zetel
- Gleichstellungsbeauftragte Sande, Varel, Jever, Wangerland
- Handwerkskammer Oldenburg Präsident Manfred Kurman und Berater Klaus Hurling
- Hospizbewegung Varel
- Integrationsbeauftragte Lk Friesland
- Jade Hochschule
- Jade-Weser-Bay
- Jeversches Wochenblatt
- Jobcenter Friesland Agentur für Arbeit- BCA
- Karin Evers-Meyer, MdB
- KISS Friesland
- KISS Friesland AWO Wilhelmshaven/Friesland
- Kommualpolitikerinnen und -politiker
- Koordinierungsstelle "älter werden"
- Kreishandwerkerschaft Jade
- KSB Kreissportbund Friesland
- Landfrauen
- Landkreis Friesland
- Landrat Sven Ambrosy, LK Friesland
- Landwirtschaftskammer Weser-Ems
- Lebensweisen e.V. Schortens
- MGH Zetel
- Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch
- Oldenburgische IHK: Sandra Zink und Präsident Gert Stuke
- Paritätischer Wohlfahrtsverband Friesland
- Polizeiinspektion Friesland
- Präventionsbeauftragter Polizeiinspektion Friesland
- Präventionsrat Bockhorn
- Ratsfrauen
- Ratsfrauen 60+plus
- Stadt Jever
- Stadt Schortens
- Stadt Varel
- ver.di
- Volkshochschule und Musikschule Friesland /Wittmund Jade Hochschule
- Wilhelmshavener Zeitung Nordwest Zeitung
- Wirtschaftsförderer Lk Friesland Wirtschaftsförderin Stadt Varel
Kontaktdaten:
Adresse:
Lindenallee 1
26441 Jever
Telefon: +49 4461 9191901
E-Mail: e.krause@friesland.de
Ansprechperson: Frau Elisabeth Krause