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Bündnistag 2020: (Inter-)aktiver Austausch

Um die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Rolle der Lokalen Bündnisse ging es beim Bündnistag 2020.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Podiumsdiskussion beim Bündnistag 2020, Quelle: BMFSFJ

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Podiumsdiskussion beim Bündnistag 2020, Quelle: BMFSFJ

Unter dem Motto „Neue Chancen für Vereinbarkeit nutzen – das gelingt mit den Lokalen Bündnissen“ bot der virtuelle Bündnistag am 11. November 2020 den Zuschauerinnen und Zuschauern Fachimpulse aus Politik, Wissenschaft und Praxis.

Petra Mackroth, Leiterin Abteilung Familie im BMFSFJ, lobte die Weiterentwicklung und Anpassungen der Bündnisarbeit in den letzten Monaten, die vielen Familien bei den pandemiebedingten Herausforderungen im Vereinbarkeitsalltag geholfen habe. Mackroth hob die Notwendigkeit eines Kulturwandels in Unternehmen und Gesellschaft hin zu mehr Familienbewusstsein hervor, der auch die Bündnisarbeit zukünftig beschäftigen werde. Die Bündnisarbeit habe sich verändert, müsse sich an aktuelle Bedingungen anpassen – und das sei aktuell auch sehr stark mit dem Thema "Digitalisierung" verknüpft. "Grundsätzlich ist es wichtig, dass die Bündnisse auch die sozialen Medien als zusätzliche Kommunikationskanäle nutzen, um auf ihre Aktivitäten für Familien hinzuweisen", so Petra Mackroth.

Dr. David Juncke, Leiter Familienpolitik bei der Prognos AG, stellte in seinem Vortrag aktuelle Studienergebnisse zu den Herausforderungen berufstätiger Eltern während der Corona-Pandemie vor. Sein Fazit für die Arbeit der Lokalen Bündnisse für Familie: "In der Krise ergibt sich für die Lokalen Bündnisse auch die Chance, sich neu zu profilieren!" Das zentrale Thema für Vereinbarkeit sei der vermeintlich "alte Hut Kinderbetreuung". Er ermutigte die Bündnisse, auch als politische Akteurinnen und Akteure das Thema auf die Agenden in ihren Kommunen und Netzwerken vor Ort zu setzen. Darüber hinaus rief er die Bündnisse dazu auf, im Rahmen ihrer Aktivitäten verstärkt auf den anhaltenden Trend zu mehr Partnerschaftlichkeit bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf einzugehen. 

Technik und Bühne beim Bündnistag 2020

Sophia Tesfay, Bündniskoordinatorin des Lokalen Bündnisses aus Heidelberg, berichtete von den für Familien angepassten Angeboten und der veränderten Netzwerkarbeit der letzten Monate. Diese lasse sich in drei Phasen beschreiben. Am Anfang der Pandemie stand die "Erste Hilfe" für Familien im Mittelpunkt, danach richtete das Bündnis seine Angebote vor allem digital aus und die jetzige Phase sei durch die "neue hybride Normalität" gekennzeichnet. "Wir haben aus der Krise viel für unsere Bündnisarbeit gelernt. Wir sind für die Zukunft besser gerüstet und wissen, wie wir Familien auch weiterhin digital erreichen können", so Tesfay. Sie betonte, wie wichtig auch der direkte Kontakt zu den Familien sei, um die richtigen Impulse und Themen bei der Planung der Bündnisarbeit zu setzen. 

Die Zuschauerinnen und Zuschauer aus der Praxis beteiligten sich via Umfragen und Diskussionsbeiträgen über den Livechat. Deutlich wurde, dass sich durch die Pandemie – trotz aller weiter bestehenden Herausforderungen – auch neue Chancen für die Vereinbarkeit ergeben haben und diese bundesweit von den Lokalen Bündnisse für Familie genutzt werden.  

92 % der Zuschauerinnen und Zuschauer gaben in der abschließenden Befragung an, dass sie das Thema "Neue Chancen für Vereinbarkeit nutzen", weiter beschäftigen wird. 91 % der Teilnehmenden sind optimistisch, sich mit der Bündnisarbeit für eine partnerschaftliche Vereinbarkeit einsetzen zu können.

Den Mitschnitt zum Bündnistag finden Sie auf unserem YouTube-Kanal.

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