Aktionstag

Frauen auf dem Sprung

Frauen möchten Kinder und erwerbstätig sein. Doch lassen sich Familie und Beruf gut vereinbaren? Wie können Politik und Unternehmen dazu beitragen, Zeitbrücken zu bauen? Wenn die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gelingen soll, müssen Unternehmen, ihre Beschäftigten und die Politik an einem Strang ziehen. Deshalb lud das Frauenbüro der Wissenschaftsstadt Darmstadt im Rahmen des Lokalen Bündnisses für Familie Darmstadt anlässlich des Aktionstages der Lokalen Bündnisse zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung am 15. Mai 2014 mit Professorin Jutta Allmendinger, wissenschaftlicher Leiterin der Studie „Frauen auf dem Sprung – das Update 2013“ ein. Auf dem Podium diskutierten Expertinnen und Experten über die Studienergebnisse und über Wege zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf – insbesondere für Frauen. Zudem nutzte das Lokale Bündnis die Veranstaltung im Justus-Liebig-Haus, um sein zehnjähriges Jubiläum zu feiern.

Den Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bot sich von 11.30 bis 13.30 Uhr ein informatives Programm: Nach einem Begrüßungswort der Frauendezernentin der Wissenschaftsstadt Darmstadt Barbara Akdeniz stellte Professorin Jutta Allmendinger zentrale Ergebnisse ihrer Studie „Frauen auf dem Sprung – das Update 2013“ vor. Im Rahmen der Studie haben in einen Zeitraum von fünf Jahren Frauen und Männer zwischen 21 und 34 Jahren Auskunft über ihre Lebensentwürfe gegeben. Die Studie zeigt unter anderem, dass flexible Arbeitszeitmodelle, bedarfsgerechte Betreuungszeiten und veränderte Rollenbilder innerhalb der Familien für eine gelingende Vereinbarkeit von Familie und Beruf notwendig sind. In einer anschießenden Podiumsdiskussion sprach die Referentin gemeinsam mit der Frauendezernentin Barbara Akdeniz, der Frauenbeauftragten der TU Darmstadt Dr. Uta Zybell, dem Regionalvorsitzenden des DGB Region Hessen Jürgen Planert, mit Ina Biehl-von Richthofen von der IHK Darmstadt sowie mit Ulla Kurz vom Frauenkompetenzzentrum sefo femkom Darmstadt darüber, wie Rahmenbedingungen für eine verbesserte Vereinbarkeit von Familie und Beruf geschaffen werden können. Die Journalistin Ulrike Holler moderierte die Diskussionsrunde.

Passend zum Motto des Aktionstages „Einzigartig. Partnerschaftlich. 10 Jahre Lokale Bündnisse für Familie“ nutzte das Lokale Bündnis die Veranstaltung dafür, sein zehnjähriges Jubiläum zu feiern und über die zentralen Bündniserfolge zu sprechen. In enger partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Unternehmen vor Ort haben die Bündnisakteurinnen und -akteure zahlreiche Projekte ins Leben gerufen, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern: In Kooperation mit der Medical Airport Service GmbH hat das Lokale Bündnis beispielsweise die Notfallbetreuung „Fluggis-Abenteuerland“ initiiert. Genutzt wird die Notfallbetreuung von zahlreichen Bündnismitgliedern wie der Technischen Universität, der Hochschule Darmstadt, der Industrie- und Handelskammer, der Stadt- und Kreissparkasse, dem Studentenwerk und dem Klinikum. Zudem informiert das Lokale Bündnis Firmen über die wirtschaftlichen Vorteile familienfreundlicher Unternehmenspolitik und unterstützt sie bei der Umsetzung. „Die Stadtverwaltung geht dabei als Arbeitgeber und zentraler Bündnisakteur wegweisend voran, indem sie unter anderem auch für Führungskräfte flexible Arbeitszeitmodelle anbietet“, sagt Bündniskoordinatorin Edda Feess vom Frauenbüro der Wissenschaftsstadt Darmstadt.

Nähere Informationen bietet der Veranstaltungsflyer, der auf der Internetseite des Lokalen Bündnisses zum Herunterladen bereit steht. Über die Ergebnisse der Studie informiert die Website des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung.

Hier erfahren Sie mehr über das Lokale Bündnis für Familie Darmstadt.

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